T-Frage soll Montag entschieden werden Die Kickers und die T-Frage

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Die Trainerdiskussion bei den Kickers nimmt kein Ende: Nach dem schwachen Auftritt beim 1:4 in Elversberg ist unklar, ob Tomasz Kaczmarek bei dem Regionalligisten am Samstag gegen Völklingen noch auf der Bank sitzt.

Was nun, Herr Kaczmarek? Der Kickers-Trainer nimmt die Mannschaft in die Pflicht. Foto: Baumann
Was nun, Herr Kaczmarek? Der Kickers-Trainer nimmt die Mannschaft in die Pflicht. Foto: Baumann

Stuttgart - Der Präsident hat am Samstag auf die Reise ins Saarland nach Elversberg – aus beruflichen Gründen – gleich verzichtet. Als ob der das Trauerspiel geahnt hätte. Von dem ihm der Aufsichtsratschef Christian Dinkelacker später außer dem nackten Ergebnis von 1:4 nur berichten konnte: „Das war nichts von A bis Z.“ Von Anfang bis Ende, das musste selbst der Trainer Tomasz Kaczmarek zugeben: „Das war unser schlechtestes Spiel der Saison.“

Und nachdem in den vorherigen 13 Begegnungen nicht gerade ein Höhepunkt den anderen jagte, kann man sich den Auftritt bildhaft vorstellen. So spielt ein Absteiger. „Die Frage ist, ob wir noch Vertrauen in die Arbeit des Trainers haben“, sagte Dinkelacker nach dem Spiel. Eine konkrete Antwort, wer am Samstag gegen Völklingen auf der Bank sitzen wird, gab es noch nicht – sie muss an diesem Montag fallen. Auch wenn sie nicht ganz leichtfällt. Schließlich hängt der Verein in diesen Tagen regelrecht in der Luft. Es herrscht Personalnot an allen Ecken und Ende. Denn ganz oben auf der Agenda steht ein Sport­direktor, der genau genommen schon im Sommer hätte die Fäden in die Hand nehmen müssen und der jetzt gewissenhaft ausgesucht werden sollte. Doch die Zeit drängt, auch wenn man die Trainerdiskussion lösgelöst davon betrachten kann.

Kein glückliches Händchen bei den Trainern

Doch gerade in dieser Frage hatten die Verantwortlichen zuletzt nicht gerade ein glückliches Händchen: Stipic, Kaminski, Märkle, Kaczmarek, alle Namen verursachen kein Hochgefühl bei den – immer weniger werdenden – Kickers-Fans. Stichwort: Finanzen. Auch da ist der Verein nicht auf Rosen gebettet, wobei die oft kritisierten Personen in der Führung zumindest das Überleben sichern.

Vakant bleibt zudem die Co-Trainer-Frage, die letztendlich aber am einfachsten zu klären sein dürfte – und die nach möglichen Verstärkungen. Wie sagte Kaczamrek in Elversberg: „In den letzten schwierigen Wochen stand ich immer hinter der Mannschaft und habe keine Neuzugänge gefordert, weil ich überzeugt war, dass wir das mit dieser Truppe schaffen können.“ Inzwischen dürfte der Coach eingesehen haben, dass vor allem die Defensive mehr Stabilität benötigt, wobei inzwischen Torhüter Veser bei allem Licht auch Schatten zeigt und am Samstag das erste Gegentor eingeleitet hat. Aber selbst etablierte Spieler wie Daniel Döringer und Kapitän Josip Landeka enttäuschten auf ganzer Linie.

Und gute arbeitslose Spieler sind Mangelware. Im Angriff noch mehr als in der Abwehr, wo der dringendste Handlungsbedarf besteht. In dem noch relativ gut besetzten Mittelfeld gäbe es eine Option: Enzo Marchese. Der einst im Unfrieden geschiedene Spieler stünde bereit: „Ich habe meine Hilfe angeboten.“ Ob die angenommen wird, ist offen. Wie gesagt: Die Kickers haben derzeit viele Probleme – mit oder ohne Kaczmarek, der einstweilen fordert: „Jetzt ist auch die Mannschaft gefordert, ein komplett anderes Gesicht zu zeigen.“




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