Tag der Deutschen Einheit in Mainz Merkel hat keine Lust auf „knipsen in der Kirche“

Wo Kanzlerin Merkel auftaucht, werden die Handykameras gezückt. Das war beim Festakt in Mainz nicht anders. Foto: dpa
Wo Kanzlerin Merkel auftaucht, werden die Handykameras gezückt. Das war beim Festakt in Mainz nicht anders. Foto: dpa

Eine Kanzlerin steht über dem Protokoll: Bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Mainz ändert die Bundeskanzlerin kurzerhand den Ablauf – denn sie hat keine Lust auf Fotografen im Dom.

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Mainz - Streng durchgetaktet ist das Protokoll zum Tag der Deutschen Einheit in Mainz. Aber Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt am Dienstag eine kleine Änderung durch. Nach Einträgen ins Goldene Buch der Stadt hätten die Vertreter der fünf Verfassungsorgane zum Dom gehen sollen, zum feierlichen Gottesdienst. Aber es ist etwas früher als geplant, die Kanzlerin will nochmal ins Gutenbergmuseum zurück. Sie schlägt Gastgeberin Malu Dreyer (SPD) vor: „Wollen wir wieder reingehen? Sonst knipsen die wieder die ganze Zeit in der Kirche, da habe ich keine Lust zu.“

So gehen die beiden Politikerinnen zusammen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Verfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle noch einmal ins Museum, während die mächtigen Glocken des Mainzer Doms schon zum Gottesdienst rufen. Als sie dann etwas später die wenigen Schritte über den abgesperrten Domplatz zurücklegen, dauert es nicht mehr lange, bis Orgel, Bläser und Pauken den ökumenischen Gottesdienst eröffnen.




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