Tag der Umwelt Tipps für einen Garten, an dem sich auch Insekten freuen

Von Amelie Gensel 

Krabbeltierchen für einen perfekten Sommer? Selbst Wespen im Garten sind zu etwas gut. Wir haben ein paar Ratschläge, wie Umweltschutz auf dem eigenen Grundstück gelingt.

Um Insekten einen guten Lebensraum zu schaffen, können für den Gärtner einige Tipps hilfreich sein. Foto: dpa 5 Bilder
Um Insekten einen guten Lebensraum zu schaffen, können für den Gärtner einige Tipps hilfreich sein. Foto: dpa

Stuttgart - Am Mittwoch war der Internationale Tag der Umwelt. Der Aktionstag stand unter dem Motto „Insekten schützen“.

Für das Erschaffen eines wertvollen Lebensraum für die Insekten liefern wir vier einfach umzusetzende Tipps für den Garten – zum Nutzen des Gärtners als auch der Krabbeltiere.

1. Vielfältig pflanzen

Neben heimischen Stauden wie Himbeere, Weißdorn oder Efeu bietet sich ein Wildblumenbeet an. Dieses ist pflegeleicht, da es nur einmal im Jahr geschnitten werden muss. Außerdem zieht das bunte Blumenmeer neidische Blicke der Nachbarn auf sich. Auch von Obstbaumsorten wie Kirschen profitiert nicht nur die Honigbiene, die Früchte schmecken schließlich auch dem Menschen.

2. Wenig mähen

Die oft gekürzten Gräser, Brennnesseln und Klee dienen vielen Insektenarten als Nahrung und sind somit überlebensnotwendig. Noch ein Vorteil: Der tosende Lärm und das Gerenne durch den Garten bei brühender Hitze hat ein Ende.

3. Nistmöglichkeiten bieten

Heimische Insektenarten nutzen Höhlen im Boden oder alte Pflanzenteile als Wohnraum. Für die Besitzer von einem perfekten englischen Rasen kommt ein Insektenhotel vermutlich eher als eine „Gartenverwilderung“ in Frage.

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Beim Kauf der Nist- und Überwinterungshilfe für Insekten sollte jedoch Einiges beachtet werden: Zum Beispiel müssen die Bohrlöcher tief genug sein, da ansonsten Vögel die Larven heraus picken können. Handwerklich Begabte können sich ihr persönliches Insektenhotel bauen. Hilfreiche Informationen und Bauanleitungen finden Sie beispielsweise auf dieser Website.

Einige Wespenarten ernähren sich von Blattläusen und Mücken und tragen so zum Schutz der Pflanzen bei. Außerdem: Der entspannte Sommerabend wird nicht durch den intensiven Geruch von Mückenschutzsprays gestört.

4. Frühblüher verschenken

Ein Hobbygärtner freut sich sicher über einen Topf Narzissen nächstes Jahr zu Ostern. Genauso wie Hummeln, für die nach dem Winterschlaf ein reichhaltiges Nahrungsangebot wichtig ist.

Kleintiere mit großer Aufgabe

Insekten spielen in unserer Natur eine wichtige Rolle. AlsBestäuber von Pflanzen und Nahrungsgrundlage anderer Insekten und Tiergruppen. Seit geraumer Zeit gelten die Krabbeltierchen als gefährdet.

Mit den Insekten schwindet die biologische Kontrolle von Schadorganismen und die Gewässerreinigung. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf den Menschen. Die Bundesregierung sieht Handlungsbedarf. Sie zählt hierbei in ihrem im Juni 2018 beschlossenem Eckpunktepapier zum Aktionsprogramm „Insektenschutz“ unter anderem auf das Engagement einzelner Bürger. Ein Anfang bietet der Insekten-Garten, als optimaler Lebensraum für die Nützlinge.