Laut Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist der erste Flug der Bundeswehr nach Afghanistan unter äußerst schwierigen Umständen erfolgt. Das sagte die CDU-Politikerin im ARD-„Morgenmagazin“.

Berlin - Nach der faktischen Machtübernahme der Taliban in Afghanistan ist nach Angaben von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer der erste Flug der Bundeswehr dorthin unter äußerst schwierigen Umständen erfolgt. „Wir haben eine sehr unübersichtliche, gefährliche, komplexe Situation am Flughafen, vor allen Dingen durch die Menschenmengen“, sagte die CDU-Politikerin am Dienstagmorgen im ARD-„Morgenmagazin“.

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„Wir haben es gestern geschafft, in einer wirklich halsbrecherischen Landung unsere Maschine zu Boden zu bringen. Wir haben vor allen Dingen Soldaten dorthin gebracht, die jetzt absichern, damit die Leute, die wir rausfliegen wollen, auch überhaupt die Möglichkeit haben, zum Flugzeug zu kommen. Das war gestern der Hauptauftrag“, so die Ministerin.

Chaotische Situation und wenig Zeit

„Wir hatten nur ganz wenig Zeit, und deswegen haben wir nur die mitgenommen, die jetzt wirklich auch vor Ort waren, und die konnten gestern wegen der chaotischen Situation noch nicht in einer größeren Zahl am Flughafen sein“, sagte Kramp-Karrenbauer. Auf die in einem Medienbericht genannte Zahl von sieben Personen von der offiziellen Ausflugsliste an Bord der Maschine ging sie nicht explizit ein.

In der Nacht auf Dienstag war das erste Bundeswehrflugzeug auf dem Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul gelandet und hatte dort seinen Evakuierungseinsatz begonnen.

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