Tanzschule in Stuttgart NYCDS eröffnet nach Umzug in neue Räume

Sabine Lynch und Luh Le Huong  vor dem neuen Studio der NYCDS Foto: Petra / Mostbacher-Dix
Sabine Lynch und Luh Le Huong vor dem neuen Studio der NYCDS Foto: Petra / Mostbacher-Dix

Die New York City Dance School (NYCDS) ist umgezogen – und eröffnete die neue Location in Feuerbach mit einer Feier des Tanzes.

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Stuttgart - Ohne Lady Liberty geht es nicht. Gleich zwei Freiheitsstatuen, in Gold und im Grünspan-Look wie das 46 Meter hohe Original vor der Südspitze Manhattans, halten in der New York City Dance School (NYCDS) die Fackel hoch für den Tanz – im Treppenhaus und im Foyer. „Klar dürfen die Ladys in unseren neuen Räumen nicht fehlen, sie sind Wahrzeichen unserer Schule.“ Sabine Lynch, Gründerin der NYCDS lacht – und ergänzt, dass die Damen trotz ihres Alters den Umzug gut überstanden hätten. „Tanzen hält eben jung!“

Früher war die Schule über der Boa

Schließlich gab es schon einige Ortswechsel. Nach dem Start im Stuttgarter Süden 1975 als erste Tanzschule, die – inspiriert von den Tanzschulen der USA – die Tänze der Zeit anboten wie Hustle, Bus Stop oder Bump, ging es in die Tübinger Straße über die Diskothek Boa. Dann nach Feuerbach in die Maybachstraße, zuletzt in die Leitzstraße, wo Lynch das Tanzhaus etablierte, über die Jahrzehnte das Angebot über die ganze Palette an verschiedenen Tanzgenres und -stilen erweiternd. Das Repertoire reicht nun von Ballett über Modern bis Jazz und Contemporary, von Hip Hop über House bis Dance Hall und Latin-Formaten, von Reggaeton über Bachata bis zu Heels Classes.

Das alte Gebäude wird abgerissen

In den Sommerferien musste die NYCDS einmal mehr weiterziehen. Da das Gebäude in der Leitzstraße abgerissen wird, suchten Lynch und Luh Le Huong, die gemeinsam die Geschäfte führen, nach neuen Räumen. Ein herausforderndes Unterfangen in diesen Zeiten, das schließlich von Erfolg gekrönt wurde. Unterstützt von der Wirtschaftsförderung Stuttgart fanden sie in der Heilbronner Straße 391 etwas über 1000 Quadratmeter, die mit den Architekten des Büros Engelhard.Eggler in einen würdigen Nachfolger des Tanzhauses verwandelt wurden.

Neue Räume sind perfekt für viele Formate

Für die mehr als 800 Schülerinnen und Schüler sowie die Studierenden der Professional Dance Academy (PDA) und der Junior Dance Academy, stehen sechs große Studios zur Verfügung, umkleidet mit verglasten Wänden, ausgestattet mit Harlequin Schwingböden und Tanzteppichen. Der Raum für die Hip-Hopper ist mit Parkett belegt. „Damit sie besser rutschen können“, so Lynch. Hell sind die Räume, und lichter als jene in der Leitzstraße, wo technisch notwendige Verkleidungen stellenweise hohe Sprünge oder Hebungen schwierig machten. Zwei Studios können, wie schon zuvor, per Falttür zusammengelegt werden. „So können wir Aufführungen in verschiedenen Formaten zeigen.“ Luh Le Huong nickt, auf ein Studio für den Online-Unterricht verweisend. „Wir haben hier tolle Möglichkeiten, unser Portfolio weiter auszubauen, vor Ort, aber auch Online, wie wir es im Lockdown etabliert haben. Klar ist für Tanz persönlicher Austausch essenziell. Mit hybriden Formen erreichen wir aber zudem Tanzbegeisterte jenseits Stuttgarts, in anderen Bundesländern, ja außerhalb Deutschlands.“

Beim Kaffeetrinken den eigenen Kindern zuschauen

Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher bei der Eröffnung waren nicht nur von Angebot und Sälen angetan, sondern auch von Umkleiden, Duschen und Barbereich. „Toll, dieser Durchblick – man kann beim Kaffeetrinken den eigenen Kindern beim Tanzen zuschauen“, so eine Mutter. Zu sehen – und bei einem Instagram-Wettbewerb zu gewinnen – gab es an diesem Tag einiges. Die NYCDS-Showgruppen und die PDA-Studierenden traten auf, als Gast für VAUN, dem Verein zur Förderung des Bühnentanzes und des Tanzsports, präsentierten die Company 51 und die Junior Company 51 Choreografien aus ihrem Repertoire. Einblick in ihre Trainings zeigten die Showgruppen Tap2gether, Manhattan Dance Company und Liberty Dance Team sowie Professional Dance Academy und der Junior Dance Academy. Dazu ein Vater: „Vielleicht fang ich auch noch das Tanzen an.“




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