Tarifstreit im Kreis Böblingen Streiks im Busverkehr ab Montag

Im Kreis Böblingen bedient die Friedrich Müller Omnibusverkehr sieben Buslinien, die eventuell vom Streik betroffen sind. Foto: Archiv
Im Kreis Böblingen bedient die Friedrich Müller Omnibusverkehr sieben Buslinien, die eventuell vom Streik betroffen sind. Foto: Archiv

Nach den Sommerferien geht im Omnibusverkehr der Arbeitskampf weiter: Im Kreis Böblingen sind sieben Buslinien betroffen.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Kreis Böblingen - Der Weg zur Schule könnte nach den Sommerferien für einige Schüler im Kreis Böblingen ein längerer werden: Unter anderem sollen die Busfahrer von Friedrich Müller Omnibusverkehr streiken, die im Kreis Böblingen sieben Linien bedienen. Hintergrund ist, dass die Gewerkschaft Verdi im Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe vom kommenden Montag, 13. September an zu Streiks aufgerufen hat. Im Kreis Böblingen fährt Friedrich Müller Omnibusverkehr die folgenden Linien:

– 734 (Goldberg – Schönaich – Goldberg)

– 752 (Ehningen – Hildrizhausen – Holzgerlingen)

– 753 (Rohrau (– Nufringen Gewerbegebiet) – Gärtringen)

– 756 (Holzgerlingen – Neuweiler)

– 760 (Böblingen – Schönaich – Waldenbuch (– Neuenhaus))

– 761 ((Sindelfingen –) Böblingen – Schönaich – Weil im Schönbuch)

– 663 (Weil der Stadt – Merklingen – Münklingen – Hausen)

Der Streik soll bereits zum Betriebsbeginn am Montag starten und vorerst bis Mittwoch andauern. Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) teilt dazu mit, dass der S-Bahn-Verkehr von den Streiks nicht betroffen ist. Auch die Schönbuchbahn fährt normal nach Fahrplan. „Je nach Stand unserer Informationen werden die bestreikten Linien aus der VVS-Fahrplanauskunft entfernt“, heißt es weiter. Fahrgäste könnten sich also per App informieren, welche Busse weiterhin führen.

Am Dienstag startet in Stuttgart um zehn Uhr ein Demozug am Gewerkschaftshaus, Kundgebung ist gegen elf Uhr am kleinen Schlossplatz. Erwartet werden Streikende aus ganz Baden-Württemberg. Hanna Binder, Verdi-Verhandlungsführerin sagt zu dem Streik: „Die unbezahlten Standzeiten der Busse sind eine Subvention der Ticketpreise durch Gehaltsverzicht der Fahrerinnen und Fahrer. Die Arbeitgeber waren in sechs Verhandlungsrunden nicht bereit, diesen untragbaren Zustand mit uns noch vor den Sommerferien anständig zu regeln.“ Die Verhandlungen werden am 21. und 22. September in siebter Runde fortgesetzt.




Unsere Empfehlung für Sie