Tatort-Kritik: „Die harte Kern“ aus Weimar Goethe gegen Thelma & Louise

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Runter in die Schrottpresse, ihr Edelkomparsen! Wir haben gesehen: „Die harte Kern“ aus Weimar mit Nora Tschirner und Christian Ulmen.

Kira Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) geraten unter Verdacht. Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Stephanie Kul 15 Bilder
Kira Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) geraten unter Verdacht. Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Stephanie Kul

Stuttgart - Was taugt „Der harte Kern“? Der neue „Tatort“ aus Weimar im Schnellcheck.

Die Handlung in zwei Sätzen Kaum glauben Kira Dorn und Lessing, einen 15 Jahre alten Fall gelöst zu haben, da ist der mutmaßliche Täter auch schon tot – erschossen mit Lessings Dienstwaffe. Während ihr Mann im Knast sitzt, versucht Kira seine Unschuld zu beweisen.

Zahl der Leichen eine; wenn man Rosa Falk mitzählt, die vor 15 Jahren ermordet wurde, zwei; wenn man auch den Schrottplatzhund Frodo dazu rechnet, den Akashas Flucht trifft, sind es drei.

Die Actionszene des Tages Schon in der Eröffnungssequenz wird man Zeuge der langsamsten Verfolgungsjagd der Welt.

Die Satz des Tages „Runter in die Schrottpresse, ihr Edelkomparsen!“

Beste Nebenrolle Nina Proll als Sonderermittlerin Eva Kern.

Klassiker I „Das Höchste, wozu der Mensch gelangen kann, ist das Erstaunen.“ Lessing zitiert Goethe.

Klassiker II „Was ist denn das für ein ­Titel?­ Da weiß man ja gleich, wie’s ausgeht.“ Lupo hält nichts von Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“.

Offene Fragen Ist der Fluch von Akasha wirklich an all den schrecklichen Dingen, die auf dem Müllplatz passieren, schuld? Sind Dorn und Lessing Thelma und Louise oder Bonnie und Clyde? Und hätten wir nicht von Anfang an ahnen müssen, dass mit Lupos Freundin etwas nicht stimmt?

Unser Fazit Der neunte Weimar-„Tatort“ ist mehr Thriller als Komödie, weniger chaotisch als die Vorgänger, aber auch etwas langweiliger.

Spannung Note 2-3; Logik Note 4




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