Tatort-Kritik: „Maleficius“ Grenzen der Technik

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Die Vorstellung, dass die Technik die Macht übernimmt, ist immer wieder dankbar und gibt auch dem Ludwigshafener Tatort „Maleficius“ mit Ulrike Folkerts die nötige Spannung.

Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) ist der Forscher (Sebastian Bezzel) nicht geheuer. Foto: SWR/Sabine Hackenberg 8 Bilder
Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) ist der Forscher (Sebastian Bezzel) nicht geheuer. Foto: SWR/Sabine Hackenberg

Ludwigshafen - Was taugt der „Tatort“? Unser Schnellcheck:

Die Handlung in zwei Sätzen Ein junger Rollstuhlfahrer verschwindet. Er hatte gehofft, dass ihn ein ambitionierter Zukunftsforscher mit KI-Experimenten heilen könnte – vergeblich.

Zahl der Leichen Zwei.

Mahnung Bei allen Fortschritten in Medizin und Technik sagt es der ehrgeizige Professor klar und deutlich: „Es ist wesentlich einfacher, vorsichtig in eine lang gestreckte Kurve zu fahren als danach ungeduldig von den Ärzten zu fordern, wieder laufen zu können.“

Wieder was gelernt Der Professor ist ein Transhumanist. Damit werden Menschen bezeichnet, die die Möglichkeiten des Menschen erweitern wollen mit Hilfe der Technik.

Gast Sebastian Bezzel gelingt es perfekt, sich vom smarten Wissenschaftler in ein größenwahnsinniges Monster zu verwandeln, das skrupellose mit lebenden Menschen experimentiert.

Visionär Vermutlich haben Forscher tatsächlich schon darüber nachgedacht, was der Drehbuchautor Tom Bohn kühn ersonnen haben: Teile des Gehirns auf Festplatte zu speichern oder in der Cloud abzulegen.

Unser Fazit Die Vorstellung, dass die Technik die Macht übernimmt, ist immer wieder dankbar und gibt auch diesem „Tatort“ die nötige Spannung, selbst wenn er eher unaufgeregt daherkommt.

Spannung Note 2; Logik Note 2