Tatort-Vorschau: „Limbus“ aus Münster Die Formulare des Teufels

Der Gerichtsmediziner Boerne (Jan Josef Liefers) ist an einem seltsamen Ort. Der Herr links sieht nur aus wie Thiel (Axel Prahl), ist aber Höllenmitarbeiter. Foto: WDR/Bavaria/Martin Menke 21 Bilder
Der Gerichtsmediziner Boerne (Jan Josef Liefers) ist an einem seltsamen Ort. Der Herr links sieht nur aus wie Thiel (Axel Prahl), ist aber Höllenmitarbeiter. Foto: WDR/Bavaria/Martin Menke

Thiel und Boerne, das Team aus Münster, hat einen neuen Fall. Aber in „Limbus“ werden die beiden getrennt. Boerne landet in der Vorhölle. Und Thiel arbeitet mit einem Hochstapler zusammen.

Kultur: Thomas Klingenmaier (tkl)
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Münster - Ein kurzer Moment des Gedenkens an jene Minderheit ist jetzt angebracht, die mit dem „Tatort“ aus Münster, mit dessen skurrilem Humor und karikierten Figuren rein gar nichts anfangen kann. Die schon beim Durschnittsauftritt des grobkörnigen Cops Thiel (Axel Prahl) und des arroganten Gerichtsmediziners Boerne (Jan Josef Liefers) Qualen leidet. Diesmal wird es noch schlimmer, es geht wirklich in die Hölle. Die Folge „Limbus“ (Drehbuch Magnus Vattrodt, Regie Max Zähle) ist noch ein bisschen abgedrehter als die früheren.

Boerne will ein Buch schreiben und in den Urlaub aufbrechen. Seine Vertretung ist schon auf der Anreise. Aber statt am Schreibtisch landet er so gut wie tot auf der Intensivstation. Der Vertretungsarzt ist ein Hochstapler, will Boernes Stelle, hat ihn zu ermorden versucht. Thiel, Alberich und die anderen ahnen nichts, während der Schurke auf Boernes Platz eine Chance sucht, den Mord zu Ende zu bringen.

Der Geist von Boerne läuft derweil für alle unsichtbar mal in Münster herum, mal sitzt er in der Warteabteilung der Hölle. Pardon, die heißt jetzt „Abteilung II“, der Sachbearbeiter sieht aus wie Thiel, der Teufel heißt Geschäftsführung, und für alles gibt es Formulare. Zeitweilig kommt da selbst Boerne ins Grübeln, ob er auf Erden alles richtig gemacht hat.

Ausstrahlung: Sonntag, 8. November 2020, 20.15 Uhr




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