Initiatorin und Mitorganisatorin Wally Heinze bietet seit 2015 immer im Frühjahr und Herbst die Möglichkeit, Gebrauchtes sinnvoll wiederzuverwerten. Mit mittlerweile 40 Helferinnen und Helfern kann der große Andrang bewältigt werden. Von der Begegnungsstätte zog die Veranstaltung der vielen Gebrauchtwaren und Abnehmer wegen im Jahr 2019 in die Turn- und Festhalle um. Und der große Zuspruch für die Tauschbörse macht Mut zu mehr: Jetzt werden auch für eine Zeittauschbörse Helferinnen und Helfer gesucht.Im Rahmen der Bürgerbeteiligung „mach EBBES“ will die Gemeinde eine neue Beteiligungsgruppe gründen. Ein erstes Orientierungstreffen findet am kommenden Montag statt. Wally Heinze ist natürlich mit dabei und weitere Interessierte, wie sie weiß.
Helfer sind mit Herzblut dabei
Denn bereits beim ersten Anlauf 2015 war Wally Heinze mit von der Partie. Damals scheiterte der erste Versuch an der geringen Resonanz. Dies soll jetzt anders werden. „Schließlich macht der große Erfolg der Warentauschbörse nun Mut zu mehr“, ist sich Wally Heinze sicher und berichtet von „dem Herzblut mit dem die vielen Helfer dabei sind. Sogar Schüler der Friedrich-Kammerer-Gemeinschaftsschule helfen mit und auch die Unterstützung durch viele ortsansässige Betriebe ist uns sicher.“
Gemeinde setzt auf weitere Bürgerbeteiligungsgruppe
„Hilfe bei der Apfelernte, Unterstützung beim Gang zum Amt oder selbst gebastelte Dekorationen. Die Idee einer Zeittauschbörse beruht auf dem Grundsatz der gegenseitigen Hilfeleistung, ohne dass Geld fließt“, informiert Hauptamtsleiter Benjamin Finis.
Nachhaltige Tauschkultur etablieren
Dabei könne sich jeder beteiligen, eine nachhaltige Tauschkultur in Ehningen zu etablieren. Die Gemeindeverwaltung macht sich für diese Zeittauschbörse stark. „Hierfür werden engagierte Bürgerinnen und Bürger gesucht, die diese Beteiligungsgruppe mit aufbauen und betreiben möchten“, wirbt die künftige hauptamtliche Koordinatorin Ina Binnewerg. Mit der Beteiligungsgruppe „Warentauschbörse“ funktioniert im Rahmen von ,Mach EBBES’ bereits eine Tauschbörse für Waren erfolgreich in Ehningen“, lobt Hauptamtsleiter Finnes.
Erfolgsmodell Warentauschbörse von der Gäu-Stadt abgeschaut
Mit Wally Heinze hat Ehningen eine Ehrenamtliche, die auch über den Tellerrand blickt. Bevor sie mit anderen Mitstreitern die örtliche Warentauschbörse ins Leben rief, engagierte sich die 65-Jährige nämlich in Herrenberg beim „Das bessere Müllkonzept.“ So konnte die 65-Jährige das Erfolgsmodell der Warentauschbörse in der Gäu-Stadt kennenlernen und wichtige Prinzipien für Ehningen nutzbar machen.
In Ehningen werden laut Wally Heinze alle gebrauchten Gegenstände einer weiteren Nutzung zugeführt. Was nach dem Ansturm übrig bleibe, gehe an FEMOS auf der Hulb oder zum DRK.
Hilfe für die Ukraine
„Und den Eintritt sowie weitere Geldspenden erhalten soziale Einrichtungen im Ort oder Flüchtlinge wie diesmal in der Ukraine“, sagt Wally Heinze. Mit den bisherigen Erfahrungen aus der Ehninger Warentauschbörse und dem gewachsenen Helferteam im Rücken macht sie auch Benjamin Finis Mut, dass auch die Zeittauschbörse zu einem festen Bestandteil des Ehninger Zusammenlebens wird.
Waren und Zeit tauschen
Zeittauschbörse
Das erste Orientierungstreffen für Interessierte, die das Konzept einer Zeittauschbörse näher kennenlernen möchten, findet statt am 4. April, 16 Uhr, in der Gässlesstube im Haus am Pfarrgarten, Schulstraße 8.
Ina Binnewerg ist die Koordinatorin der Zeittauschbörse Ehningen, Kontakt: Gemeindeverwaltung Ehningen, Königstraße 29, 71139 Ehningen, E-Mail: seniorenarbeit@gemeinde-ehningen.de., Telefon (0 70 34) 257503.
Warentauschbörse
Zweimal im Jahr finden in Ehningen Warentauschbörsen statt. Der nächste Termin ist Samstag, 9. April, von 10 bis 13 Uhr. Eintritt: Erwachsene zwei Euro, Jugendliche ein Euro. Am Freitag ist von 15 bis 18 Uhr die Anlieferung.