Tebartz bei Papst Franziskus Geht es um die Zukunft des Bischofs?

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst Foto: dpa
Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst Foto: dpa

Zwei Tage zuvor hatte der Papst den Amtsverzicht des Limburger Bischofs angenommen, am Freitag kam Franz-Peter Tebartz-van Elst zu einem kurzen Gespräch zu Franziskus. Ging es schon um seine Zukunft?

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Zwei Tage zuvor hatte der Papst den Amtsverzicht des Limburger Bischofs angenommen, am Freitag kam Franz-Peter Tebartz-van Elst zu einem kurzen Gespräch zu Franziskus. Ging es schon um seine Zukunft?

Rom - Der zurückgetretene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist am Freitag von Papst Franziskus zu einer kurzen Audienz empfangen worden. Das Treffen begann um 9.45 Uhr, bestätigte eine Sprecherin des Vatikans der Nachrichtenagentur dpa. Es dauerte damit höchstens eine Viertelstunde, denn der Papst wartete bereits auf einen prominenten Gast, den griechischen Präsidenten Karolos Papoulias.

Worüber Papst und Bischof bei dem privaten Treffen gesprochen haben, wurde nicht mitgeteilt, wie Radio Vatikan berichtete. Damit ist offen, ob bereits über die Zukunft des Bischofs gesprochen wurde.

Der Papst hatte am Mittwoch den angebotenen Amtsverzicht Tebartz-van Elsts angenommen. „Der scheidende Bischof wird zu gegebener Zeit mit einer anderen Aufgabe betraut werden“, hatte es in der Mitteilung des Heiligen Stuhls geheißen.

Für die Bezüge von Tebartz-van Elst ist derzeit weiterhin das Bistum Limburg zuständig. Der 54-Jährige haben nun den Status eines emeritierten Bischofs, sagte ein Sprecher der Diözese. Das Bistum sorge damit für dessen Versorgung - ähnlich wie bei Pfarrern im Ruhestand. Für die Zukunft wolle man sich am Umgang anderer Bistümer mit ihren Bischöfen im Ruhestand orientieren, erklärte der Sprecher. Es soll ein „transparenter und nachvollziehbarer Modus“ gefunden werden.

Tebartz-van Elst wurden Verschwendung und autoritäre Amtsführung vorgeworfen. Er trägt nach einem Prüfbericht die Verantwortung für die Kostenexplosion beim Um- und Neubau seines Amtssitzes auf rund 31 Millionen Euro.

 




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