Technik Hitze-Tipps für Auto, E-Bike und Smartphone

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So heiß, wie in diesen Tagen, war es schon lange nicht mehr. Das macht nicht nur dem Menschen zu schaffen, sondern auch der Technik. Wir haben Tipps zusammengestellt, wie man das Auto, Smartphone oder E-Bike vor Überhitzung schützen kann.

Zu viel Hitze vertragen weder Mensch noch Technik. Foto: dpa
Zu viel Hitze vertragen weder Mensch noch Technik. Foto: dpa

Stuttgart - Die extreme Hitze wirkt sich auch auf die Technik von E-Bike, Smartphone und Auto aus. Grundsätzlich gilt: Akkus und Co. sollten weder Höchsttemperaturen noch direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. Was noch zu beachten ist, zeigt dieser Überblick.

Auto

Benzin dehnt sich bei Hitze aus – daher lieber etwas weniger tanken. Foto: dpa-Zentralbild
Was im Grunde immer gilt, bei diesen Temperaturen aber ganz besonders: Beim Tanken wirklich dann aufhören, wenn es „Klick“ gemacht hat – und nicht noch bis zur runden Endsumme Benzin auffüllen. Bei solch hohen Temperaturen, warnt der ADAC, kann es ansonsten sein, dass Benzin aus dem Tank austritt. Die ADAC-Unternehmenssprecherin hat noch weitere nützliche Tipps für Autofahrer. Nicht nur das Kühlwasser, auch das Scheibenwischwasser sollten vor einer längeren Fahrt aufgefüllt werden.

Und wenn die Klimaanlage nicht mehr so kühlt, wie sie sollte, dann könne dies daran liegen, dass nicht mehr genügend Kühlmittel vorhanden ist. Alle zwei Jahre, rät der ADAC, sollte die Klimaanlage unbedingt durchgecheckt werden.

Das gleiche gilt auch für die Insassen im Fahrzeug: damit alle genügend Flüssigkeit zu sich nehmen können, sollte stets ausreichend Wasser, Tee oder Apfelsaftschorle an Bord sein. Gerade in der Ferienzeit werden die längsten Staus der Saison erwartet.

Auch die Reifen vertragen zu große Hitze nicht besonders gut. Vor allem ältere Reifen werden bei diesen Temperaturen schneller porös. Wenn es irgendwie geht, sollte man die Mittagszeit von 12 bis 15 Uhr für Fahrten meiden oder diese für eine sehr lange Pause nutzen. Niemals – auch nicht für ganz kurze Zeit – darf man Tiere oder Kinder im geparkten Auto sitzen lassen. Obwohl das selbstverständlich sein sollte, komme dies laut ADAC immer wieder vor. Ein Test hat gezeigt, dass sich der Innenraum in Fahrzeugen innerhalb von 30 Minuten auf mehr als 50 Grad Celsius, Kunststoffe sogar auf 70 Grad erhitzen können. Und dabei spielt es keine Rolle, ob die Fenster geöffnet sind oder nicht.

Empfindlich sind auch die Batterien in den Fahrzeugen, weiß der ADAC zu berichten. Nicht nur bei Kälte, auch bei großer Hitze könnten diese einfach versagen.

Smartphone, Tablet & Co

Bei Hitzeschäden am Smartphone erlischt die Herstellergarantie. Foto: dpa
Die Redaktion der Technik-Fachzeitschrift „Chip“ hat ein paar Hitze-Tipps für Handys, Tablets und Notebooks zusammengestellt. Generell gilt: diese Geräte sollten niemals über längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Am besten funktionieren diese Geräte bei etwa 20 Grad Celsius. Bei zu hohen Temperaturen empfiehlt Chip, die Geräte so lange auszuschalten, bis diese wieder eine normale Temperatur erreicht haben. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, sein Smartphone oder Tablet-Computer bei Hitze im Auto zu lassen, sollte man es wenigstens in den Kofferraum packen, besser noch in eine Isolierbox (beispielsweise aus Styropor) oder in eine trockene Kühltasche.

Hat man sein Smartphone im Freibad oder am Strand dabei, sollte man zumindest ein Handtuch darüber legen, eher aber gehört es in die Tasche und am besten ins Schließfach. Vorsicht: dünne Plastikhüllen oder Plastiktaschen können bei Hitze schmelzen. Auch Displays mögen die Hitze nicht. Und wenn es doch einmal passiert, dass ein Smartphone einen Thermoschock erleidet? Dann lautet die schlechte Nachricht, dass bei Hitzeschäden fast immer die Herstellergarantie erlischt.

Dem Akku im Gerät kann auch im Stand-by-Modus Überhitzung drohen. Akkus mögen zu hohe Temperaturen nicht. Schon eine um 10 Grad Celsius höhere Temperatur bewirkt einen doppelt so schnellen Ablauf elektromechanischer Prozesse, berichtet die Chip-Redaktion. Dabei entstünden im Akku Gase, die durch ein Überdruckventil entweichen. Der Akku verliert an Kapazität und die Selbstentladung verstärkt sich bei hohen Temperaturen.

E-Bike-Akkus

E-Bikes mit weißem Akku-Gehäuse vertragen die Sommerhitze besser. Foto: dpa Themendienst
Generell halten die Akkus moderner E-Bikes einiges aus. Schließlich sind die Pedelecs dafür gebaut, als Fortbewegungsmittel ganzjährig genutzt werden zu können. Dennoch sollte man sein Gefährt samt Akku möglichst nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne stehen lassen. Das schadet dem Akku auf Dauer dann doch.

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Farbe des Akku-Gehäuses: ein schwarzes Gehäuse heizt sich entsprechend mehr auf als ein helles. Am besten sind natürlich weiße Akku-Gehäuse. Man kann sich aber auch damit behelfen, das dunkle Gehäuse mit etwas Hellem oder Reflektierendem, beispielsweise Alufolie, abzudecken. So kann man den Akku vor zur starker Erhitzung schützen. Wer die Möglichkeit hat, das Fahrrad im Schatten beziehungsweise in Garagen oder überdacht abzustellen, sollte dies nutzen, sodass es gar nicht erst zu heiß wird. Ansonsten gilt für die Akkus von E-Bikes im Grunde das gleiche wie für Smartphones, Tablets & Co.