Teekannen in WC-, Schreibmaschinen- oder Klavierform gibt es bei einer ausgefallenen Ausstellung im Bietigheim-Bissinger Stadtmuseum zu sehen. Und das ist noch nicht alles.

Ludwigsburg: Susanne Mathes (mat)

Bietigheim-Bissingen - Teekannen gibt’s, die gibt’s gar nicht – sollte man zumindest meinen, wenn man durch die aktuelle Sonderausstellung des Stadtmuseums Hornmoldhaus in Bietigheim-Bissingen streift. Denn auf die Idee, Gießgefäße in Form von Toiletten, Schreibmaschinen, Klavieren oder Mobiltelefonen zu kreieren, muss man erst einmal kommen.

Die meisten der kauzigen Kannen, die noch bis Mitte April 2020 zu sehen sind, stammen aus dem Land, das auch sonst für manche Skurrilität zu haben ist und das dem Tee huldigt wie kaum eine andere Nation: aus Großbritannien. Der pensionierte Eislinger Kunstlehrer Roland Schmitt leiht sie dem Museum für die Schau „Die lustige Welt der Teekannen“ aus.

Die Ausstellung hat aber nicht Schmitts spleenige Sammlerstücke im Fokus, sondern widmet sich der Kulturgeschichte des Tees generell: Es geht um die Sorten von weiß, grün, rot und schwarz bis hin zu Mate-, Roibusch- oder Bubble-Tees, aber auch um landestypische Gepflogenheiten rund um den Heißgetränk-Genuss. Weil das ein fast unerschöpfliches Thema ist, ist das Begleitprogramm mit Veranstaltungen zur japanischen oder ostfriesischen Teekultur, Teekannenkeks-Backaktionen, Porzellanmal-Workshops oder „Tea-Time-Führungen“ entsprechend umfangreich. Alsdann: Wohl bekomm’s.