Telefonbetrug in S-Rohr Seltsame Anrufe verunsichern Frau

Was können Opfer von Betrügern tun? Foto: picture alliance / dpa/Rolf Vennenbernd
Was können Opfer von Betrügern tun? Foto: picture alliance / dpa/Rolf Vennenbernd

Immer wieder ruft ein Unbekannter bei ihr an, gibt vor, sie zu kennen, und bittet um Geld. Die Frau aus Stuttgart-Rohr fragt sich, wie sie sich schützen kann.

Filderzeitung: Judith A. Sägesser (ana)
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S-Rohr - Ein paar Wochen lang sei Ruhe gewesen, dann habe es wieder angefangen. Zurzeit klingele das Telefon täglich, teils mehrmals. Entweder sei dann keiner dran, oder aber ein Mann, der sich als Markus ausgebe, nenne sie bei ihrem Namen. Die ältere Frau, die das erzählt, lebt in Stuttgart-Rohr. Und sie fühlt sich terrorisiert von einem Unbekannten. „Man kann gar nichts dagegen machen“, sagt sie und schiebt hinterher: „Oder?“

Der Betrüger am Telefon wollte Geld

Die Frau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, weil sie sich fürchtet, hat sich die Nummer des Anrufers abgeschrieben – und zurückgerufen. Kein Anschluss unter dieser Nummer. Inzwischen weiß sie, dass sie das wohl besser hätte lassen sollen. Zumal vieles dafür sprach, dass sie es mit einem Betrüger zu tun hatte. „Er hat gesagt, er braucht Geld, 100, 200 Euro, weil er auf den Flughafen müsse“, erzählt die Frau.

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Sie fühlt sich verunsichert, auch weil fast zeitgleich Bettler bei ihr an der Tür standen, mit einem kleinen Jungen. „Dem Bub habe ich Kekse gegeben“, erzählt sie. „Aber Geld, habe ich gesagt, Geld kann ich keins geben.“ In Verbindung mit den seltsamen Anrufen fragt sich die Frau aus Stuttgart-Rohr, ob ein größerer Plan dahintersteckt.

Polizei denkt an den Enkeltrick

„Es könnte sich um eine Form des versuchten Enkeltrickbetruges handeln“, sagt Stephan Widmann, ein Sprecher der Stuttgarter Polizei, auf Nachfrage unserer Zeitung. „Ziel der Täter ist es, eine Notlage eines nahen Verwandten vorzutäuschen, um an Geld zu kommen“, so Widmann. Die Polizei rate Betroffenen, sich bewusst zu sein, „dass die Betrüger absichtlich Druck und immensen Stress aufbauen, um gewollt Ängste und Sorgen zu schüren“. Man solle sich daher nie, egal zu welcher Uhrzeit, unter Druck setzen lassen.

Kommen Bedenken auf, solle man Vertrauenspersonen oder die Polizei einweihen. Zudem solle man am Telefon nicht über die persönlichen und finanziellen Verhältnisse sprechen, rät die Polizei. Beim kleinsten Zweifel solle man besser auflegen und den Polizeinotruf unter 110 anrufen.




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