Wer in Zukunft zu schnell auf den Straßen von Österreich unterwegs ist, der muss damit rechnen, sein Auto zu verlieren.

Die Strafen für Temposünder sollen in Österreich deutlich verschärft werden. Das Land will nach dem Vorbild der Schweiz und Italiens künftig Autos von extremen Rasern beschlagnahmen können. Diese Möglichkeit sieht nach den Worten von Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) eine Gesetzesnovelle vor.

Wer das Tempolimit innerorts um mindestens 60 oder außerorts um 70 Stundenkilometer überschreite, müsse neben dem vorläufigen Entzug des Führerscheins mit dem Verlust des Autos rechnen, kündigte Gewessler am Montag in Wien an. Nach einer Prüfung des bisherigen Fahrverhaltens falle dann die Entscheidung, ob das beschlagnahmte Auto versteigert werde.

Mit Tempo 104 durch durch die 30er-Zone

„Extreme Raserei ist lebensgefährlich für alle anderen Menschen auf der Straße“, sagte die Ministerin. Zuletzt hab es zum Beispiel in Wien den Fall eines Autofahrers gegeben, der mit Tempo 104 in einer 30er-Zone unterwegs gewesen sei.

In Deutschland kann das Fahrzeug nach Angaben des ADAC nur nach illegalen Autorennen beschlagnahmt und eingezogen werden.