Tennis-Bundesliga Aufatmen beim TEC Waldau nach einem Tiebreak-Krimi
Die Degerlocherinnen wahren mit einem 7:2-Sieg gegen den Aufsteiger Hannover ihre Chancen auf den Klassenverbleib. Nun folgt ein weiteres vorgezogenes Endspiel.
Die Degerlocherinnen wahren mit einem 7:2-Sieg gegen den Aufsteiger Hannover ihre Chancen auf den Klassenverbleib. Nun folgt ein weiteres vorgezogenes Endspiel.
Eines ist schon einmal sicher: Über Langeweile kann sich beim Tennis-Bundesligisten TEC Waldau auch in diesem Jahr keiner beklagen. Denn was ein Alcaraz und Sinner bei den French Open schaffen, geht bei den Degerlocherinnen in puncto Nervenkitzel allemal. Was für ein Krimi am Pfingstsonntag, bis der so wichtige 7:2-Heimsieg gegen den Aufsteiger DTV Hannover besiegelt war. Mit diesem ersten Saisonerfolg hat das Gastgeberteam das drohende vorzeitige Aus im Kampf um den Klassenverbleib abgewehrt, mehr allerdings noch nicht. Vor den beiden letzten Spieltagen im Juli bleibt es im Tabellenkeller ein ganz enges Rennen.
Einstweilen bescheinigt der Teammanager Thomas Bürkle den Seinen „eine großartige Mannschaftsleistung“ – in Kombination mit dem „endlich einmal auch notwendigen Glück“. Sechs der neun aktuellen Begegnungen wurden erst im Tiebreak entschieden – und fünfmal hatten die Waldau-Frauen dabei das bessere Ende für sich. Ein Umstand, der sowohl von Kampfkraft als auch Nervenstärke zeugt. Victoria Pohle und Justina Mikulskyte wehrten in ihren Einzeln sogar jeweils zwei Matchbälle ab. Nach jeweiligem 7:9-Rückstand drehten sie ihre Begegnungen noch, ehe ihre Teamkollegin, die Tschechin Nikola Bartunkova, mit dem fünften Punkt schließlich schon in den Einzeln alles klar machte.
„Ich hatte die ganze Woche über getüftelt, wie wir aufstellen“, sagt Bürkle. Erwartet hatte er von vornherein „ein spannendes Duell auf Augenhöhe“ mit Zwischenstand-Möglichkeiten von einem 2:4 bis zum dann tatsächlichen 5:1. Sein von Schweißperlen auf der Stirn flankiertes Schlussfazit lautet: „Jetzt bin ich wieder optimistisch, dass wir es schaffen werden. Aber Hut ab vor Hannover.“ Der Klassenneuling verkaufte sich teuer. Erst recht unter Berücksichtigung dessen, dass er sich in der Liga mit einem komplett deutsch besetzten Aufgebot versucht.
In der Tabelle stehen nun drei Mannschaften bei 2:8 Punkten: Waldau, Hannover und der zweite Aufsteiger Luitpoldpark München, welcher nach der vierwöchigen Rasensaison-Pause am 5. Juli der nächste Stuttgarter Gegner ist. Es wird dann in Bayern ein weiteres Endspiel unter der Devise: siegen oder fliegen. Zumal: beim Saisonfinale am 12. Juli zuhause gegen den auf Titelkurs steuernden Spitzenreiter Aachen dürfte kaum etwas zu holen sein.
TEC Waldau – DTV Hannover
Mikulskyte – Wirges 6:4/6:7/11:9, Jakupovic – Middendorf 4:6/6:2/5:10, Bartunkova – Rivkin 5:7/6:4/10:6, Gabric – Wobker 6:3/3:6/10:8, Pohle – Daems 6:4/4:6/11:9, Flipkens – Tilbürger 7:5/6:2, Jakupovic/Radisic – Wirges/Rivkin 6:2/4:6/10:4, Mikulskyte/Pohle – Middendorf/Daems 3:6/3:6, Bartunkova/Flipkens – Tilbürger/Kayser 6:1/6:1.