Tennis-Bundesliga: TEC Waldau Trotz klarer Niederlage – Happy End mit DJ
Die Tennisspielerinnen des Bundesligisten TEC Waldau verlieren gegen den neuen Deutschen Meister Blau-Weiss Aachen mit 2:7, feiern aber dennoch den Klassenverbleib.
Die Tennisspielerinnen des Bundesligisten TEC Waldau verlieren gegen den neuen Deutschen Meister Blau-Weiss Aachen mit 2:7, feiern aber dennoch den Klassenverbleib.
Exakt vor 20 Jahren sicherten sich die Tennisdamen des TEC Waldau auf der heimischen Anlage in Degerloch den Gewinn der deutschen Meisterschaft. Am vergangenen Samstag durften an gleicher Stelle erstmals die Spielerinnen des TK Blau-Weiss Aachen jubeln. Mit 7:2 gewannen sie das finale Spiel eben gegen den TEC Waldau und lösen damit den Serienmeister TC Bredeney als bestes deutsches Team ab. Zuvor vier Mal in Folge war die Belegschaft aus Essen das Maß aller Dinge. In die Meisterfeier stimmten jedoch die klar unterlegenen Degerlocherinnen auch mit ein. Sie sicherten sich aufgrund des besseren Match-Verhältnisses gegenüber Luitpoldpark München einmal mehr auf der Zielgeraden den Klassenverbleib.
„Es war ein nervenaufreibender finaler Spieltag mit einem anschließend gemeinsam schönen Fest mit DJ“, sagt der Waldau-Teammanager Thomas Bürkle, der Herzschlagfinale aus den vergangenen Jahren gewohnt ist, sich aber für diese Runde einen entspannteren Verlauf gewünscht hatte. Doch bereits am ersten Doppelspieltag gegen Hamburg und Berlin zeichnete sich ab, dass aus dem „Relax-Plan“ nichts werden wird. Statt eines erhofften Sieges standen zwei knappe Niederlage – und das Team schon wieder unter Zugzwang. „Wir konnten jeweils nicht mit dem gewünschten Personal antreten“, sagt Bürkle. Immerhin, die Wunschaufstellung stand zumindest in den entscheidenden Abstiegsduellen gegen Hannover und München zur Verfügung.
Mit Erfolg, beide Begegnungen wurden gewonnen. Und dennoch kam einmal mehr dem abschließenden Spieltag eine bedeutende Rolle zu. Genauer gesagt dem Fernduell mit den Münchnerinnen, die beim bereits abgestiegen Team aus Hannover antraten. Auszugehen war von einem Sieg der Bayern und einer Stuttgarter Niederlage, da Aachen sich zum Deutschen Meister krönen wollte. Somit war vor den letzten Duellen klar, dass das Matchverhältnis über die weitere Bundesliga-Zugehörigkeit entscheiden wird. Die Waldau hatte noch um sechs Siege die Nase vor. Kein beruhigendes Polster, wie sich zeigen sollte. Die Gäste spielten in Bestbesetzung, unter anderem mit den an Position eins und zwei gemeldeten Suzan Lamens (Weltrangliste 70) und Anna Bondar (WTA 91), die Dalila Jakupovic (6:0, 6:3) sowie Carolina Kuhl (6:1, 6:0) keine Chancen ließen. Während Anna Gabric eine starke Leistung ablieferte und den zweiten Satz erst im Tiebreak verlor, schrammte Victoria Pohle gegen Aleksandra Krunic haarscharf am Sieg vorbei. Die 18-Jährige, die im Jugend-Grand-Slam-Turnier von Wimbledon das Hauptfeld erreichte und dort in der ersten Runde ausschied, unterlag erst im Match-Tiebreak mit 8:10. Die Folge: Nach den Einzel lagen die Gastgeberinnen 0:6 hinten, während die Münchner in Hannover mit 4:2 führten.
„Es hätte also in den Doppel noch mal eng werden können, aber zum Glück gelangen uns zwei Siege“, sagt Bürkle, der ständig per Handy in Verbindung mit der anderen Begegnung stand. Dalila Jakupovic und Nika Radisic gewannen ihr Doppel im Match-Tiebreak (10:6). Die Paarung Victoria Pohle/Kirsten Flipkens profitierte beim Stand von 2:3 von der verletzungsbedingten Aufgabe Ysaline Bonaventures. Derweil gewannen die Münchner nur noch ein Doppel, siegten in Hannover letztlich mit 5:4. Zu wenig. Das reichte dem Waldau-Team zum Klassenverbleib. „Wir waren in der Endabrechnung um drei Matches besser“, sagt Bürkle strahlend, aber erschöpft und schaut nach vorne. „Die Saison hat gezeigt, auf welche Spielerinnen wir uns verlassen können und auf welche nicht. Dementsprechend werden wir die nächste Runde aufstellen.“