Tennis Stuttgarts Tennisfans hoffen auf Alexander Zverev

Nach fünf Jahren ohne ihn hoffen die Stuttgarter Tennisfans auf ein Weissenhof-Turnier mit Alexander Zverev. Foto: Imago/USA TODAY Network

Der ATP-Rasenklassiker auf dem Weissenhof bietet vom 7. bis 15. Juni ein starkes Teilnehmerfeld. Obendrein sehnen sich die Fans nach einem Start des Weltranglistenzweiten Alexander Zverev.

Sport: Heiko Hinrichsen (hh)

Es ist der Auftakt der Rasensaison auf der Tennistour der Männer, der Start des so genannten „Wimbledon Swing“ mit dem Höhepunkt der All England Championships an der Londoner Church Road. Unmittelbar in der Woche nach den French Open gibt es für die Topspieler bei den Boss Open, dem Rasen-Klassiker auf dem Stuttgarter Killesberg vom 7. bis 15. Juni, zunächst wieder die Möglichkeit, sich auf den auf acht Millimeter Grashöhe getrimmten Rasencourts für Wimbledon einzuspielen – und obendrein den Titel in Stuttgart zu sichern.

 

„Es spricht sich unter den Spielern rum, wie toll die Plätze und das Ambiente bei uns auf dem Weissenhof sind“, sagt der Turnierdirektor Edwin Weindorfer, der mit seinem Team der Agentur Emotions seit 2007 auf dem Killesberg die Regie führt. Seit 2015 spielt man auf Rasen, der Umstieg von der Asche auf das satte Grün jährt sich diesmal also zum zehnten Mal.

Dabei haben die Stuttgarter Tennismacher bei der aktuellen Ausgabe ein starkes Teilnehmerfeld zu bieten bei ihrem Turnier-Klassiker, den im Vorjahr der Brite Jack Draper gewann. Mit Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev, dem spielstarken US-Quartett Taylor Fritz, Tommy Paul, Ben Shelton und Frances Tiafoe, dem italienischen Publikumsliebling und zweifachen Stuttgarter-Turniersieger Matteo Berrettini oder dem französischen Tennis-Entertainer Gael Monfils haben zahlreiche Topstars für das mit 751 630 Euro an Preisgeld dotierte Stuttgarter ATP-Turnier gemeldet, das in Summe ein Budget von 7,5 Millionen Euro hat.

„Wir haben mit Alexander Zverev einen Vertrag – und hoffen, dass wir ihn bei uns auf dem Court auch als Spieler sehen dürfen“, sagt Turnierdirektor Weindorfer, der natürlich weiß, dass ein Tennisevent in Deutschland mit Zverev noch mal ein wesentliche größere Nummer ist als eines ohne ihn. Siehe das Turnier im April in München, das Zverev gewann.

Der Hamburger hatte im Vorjahr für den Weissenhof abgesagt, war damals allerdings kurz zuvor im Finale der French Open gestanden, das er letztlich verlor. „Wenn der Alexander diesmal die French Open gewinnt, dann nehme ich eine erneute Absage gerne in Kauf, denn das ist gut für das deutsche Tennis“, sagt Turnierchef Weindorfer: „Sonst würde ich ihn aber schon gerne in Stuttgart begrüßen.“

Seit 2019 ist das nicht mehr der Fall gewesen. Damals verlor Alexander Zverev nach einem Freilos in Runde eins sein erstes Match gegen Justin Brown. Doch diesmal hoffen die Stuttgarter Tennisfans, die Nummer zwei der Tenniswelt wieder auf dem Killesberg siegen zu sehen.

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