Beim aufgewerteten Tennis-Turnier der SpVgg Weil der Stadt kann Kim Niethammer von der SV Böblingen den Sieges-Hattrick erzielen. Ein Damen-Einzel findet nicht statt.

Leonberg: Flemming Nave (nave)

Die 14. Ausgabe des Kepler Cups stellt für die SpVgg Weil der Stadt eine Zeitenwende dar: Das Turnier wurde in die Kategorie A4 angehoben. „Nun gibt es schon im Halbfinale mehr Ranglistenpunkte als für den Sieg im letzten Jahr“, verdeutlicht Pressewart Fabian Baiter die Aufstufung.

 

Auch die Preisgelder steigen, insgesamt 3000 Euro schüttet die SpVgg in diesem Jahr an Prämien aus. Eine exorbitante Steigerung im Vergleich zum Vorjahr ist dies aber nicht, da bereits damals Preisgelder über der Norm ausgegeben wurden.

„Wir gehen von einem stärkeren Feld aus als letztes Jahr“, betont Baiter, „es ist interessant für leistungsstärkere Spieler, auf so ein A-4-Turnier zu kommen, weil man schnell sehr viele Punkte bekommen und in den Ranglisten aufsteigen kann.“ Bereits 2024 lockte der Kepler Cup hochrangige Spieler an – neun aus den Top-100 der deutschen Rangliste traten in Weil der Stadt an.

Terminkollision: Keine Damen-Einzel

Das Turnier ist über die Jahre stets gewachsen, weshalb in diesem Jahr die Hochstufung erfolgte. Baiter erwartet auch einige College-Spieler aus den USA, die dort mithilfe von Stipendien den Sport semiprofessionell betreiben können. Als Beispiel führt er Philippe Zehender an, der aus der Jugend der SpVgg Weil der Stadt stammt. Im Herren-Einzel wird er um den Titel kämpfen.

Ein Wermutstropfen: Die Damen spielen nicht, kurzfristig musste die SpVgg einige Absagen hinnehmen, weil die Spielerinnen bei höherklassigen Turnieren unerwartet weit gekommen sind – und deshalb ein Start aus Termingründen nicht möglich ist.

Bedeutsame Ausgabe des Turniers

Damit gibt es ein Herren-Solo beim Kepler Cup. Auf der Starterliste befindet sich erneut Kim Johannes Niethammer von der SV Böblingen, der in diesem Jahr Historisches schaffen kann. Nachdem der aktuell 129. der Rangliste des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) bereits 2023 und 2024 den Cup gewonnen hatte, steht der 22-Jährige in diesem Jahr vor dem Hattrick.

„Drei Siege in Folge gab es noch nie“, verrät Baiter. Niethammer hatte das Turnier 2024 als 131. gegen den Ranglisten-92. Adrian Kohler gewonnen. Auch der tritt erneut an, ist jedoch mittlerweile in der Liste auf Rang 223 abgerutscht, was durchaus für eine Titelverteidigung Niethammers spricht. Der Kepler Cup steht also in mehrfacher Hinsicht vor einer bedeutsamen Ausgabe.