Terra Australis in Stuttgart Vierter Koala in der Wilhelma verstorben

Traurig: Der kleine Koala ist gestorben. Foto:  

Traurige Nachricht: Das kleine Koala-Baby, das am 19. Juni 2025 geboren wurde, ist in der Wilhelma gestorben.

Lokales: Iris Frey (if)

Schon wieder gibt es in der Australienwelt der Wilhelma einen Todesfall. Wie Wilhelma-Sprecher Birger Meierjohann erklärt, ist der derzeit einzige kleine Nachwuchs nicht mehr am Leben. „Unser Koala Jingeri ist bereits Ende vergangener Woche verstorben.“ Die genaue Todesursache werde derzeit noch untersucht.

 

Bislang seien Entzündungen an Leber und Nieren festgestellt worden. Weitere Befunde stünden noch aus. Ein Zusammenhang mit den vorangegangenen Todesfällen bei den Koalas sei derzeit nicht ersichtlich. Jingeri wurde im Juni 2025 geboren und war die Tochter von Koalaweibchen Auburn. Das Beuteltier war mit dem Namen „Jingeri“ versehen worden, was so viel wie „Hallo“ beim Stamm der Yugambeh, der Ureinwohner in Australien bedeutet. Wie beim anderen Nachwuchs auch hatten sie den Namen des Tiers ausgesucht.

Terra Australis vor drei Jahren mit vier Koalas eröffnet worden

Vor drei Jahren im Sommer ist die Terra Australis in der Wilhelma eröffnet worden. Seitdem ist viel in der Australienwelt passiert: Die beiden Weibchen Auburn und Scarborough haben jeweils Jungtiere zur Welt gebracht, die als Joeys als Weibchen und Männchen geboren wurden. Das Männchen erhielt den Namen  Borobi,  was  in  der  Sprache  der Yugambeh im Südosten von Queensland Koala bedeutet. Das Weibchen Jimbelung, was so viel wie Freund/Freundin bedeutet, ist die Tochter von Auburn. Sie ist am 13. August 2025 im Alter von 14 Monaten an einer Atemwegserkrankung gestorben. Borobi, der Sohn von Scarborough, ist Ende Dezember 2025 gestorben, was aber die Wilhelma erst im Januar bekannt gab. Borobi starb an einer Lungenentzündung.

2025 und in diesem Jahr starben drei Koalas

Im vergangenen Jahr und zu Beginn 2026 starben schon drei Koalas. Ende Januar starb Koala-Weibchen Scarborough an Blutarmut und Bordetelle-Bakterien. Die Bordetellen sind für die Lungenentzündung respektive Atemwegserkrankung der beiden Jungtiere verantwortlich gewesen. Dies hatte zum Tod der beiden Tiere 2025 geführt.

Die Wilhelma zog daraus die Konsequenz, alle Tiere impfen zu lassen. Künftig soll es regelmäßig alle sechs Monate Impfungen gegen Bordetellen geben.

Beuteltiere als Publikumslieblinge in der Terra Australis

Derzeit leben nun in der Terra Australis nur noch das Weibchen Auburn und die beiden Männchen Navy und Aero. Die Koalas gehören mit zu den Publikumslieblingen in der Wilhelma. Nach der Schließung des Nachttierbereichs im Stuttgarter Zoo wegen der Verletzung zweier Kinder hat dieser wieder geöffnet. Die „Terra Australis“ ist auch im Nachtbereich wieder zugänglich. In Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden sind laut Wilhelma dort Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen ergriffen worden. So sei das Areal besser ausgeleuchtet. Auch seien mehr Mitarbeiter vor Ort präsent.

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