Terrorübung im Hauptbahnhof Stuttgart Ein leerer Zug dient als Sichtschutz

Von ceb 

Was tun, wenn Terroristen im Bahnhof wüten? Dieses Szenario spielen die Landes- und die Bundespolizei am Dienstag in Stuttgart durch. Das hat auch Auswirkungen für die Bahnreisenden.

Bilder einer Übung in Frankfurt: So ähnlich wird es in Stuttgart am Dienstag zugehen. Foto: dpa (Symbolfoto)
Bilder einer Übung in Frankfurt: So ähnlich wird es in Stuttgart am Dienstag zugehen. Foto: dpa (Symbolfoto)

Stuttgart - Die Polizei probt den Ernstfall. Um im Fall eines Terroranschlags gewappnet zu sein, trainieren Bundes- und Landespolizei in der Nacht zum Mittwoch gemeinsam im Hauptbahnhof. Das findet in einem mit Sichtschutzzäunen abgesperrten Bereich statt. Die Deutsche Bahn weist Reisende darauf hin, dass es zu Änderungen kommen wird.

Sechs Bahnsteige können während der Übung nicht genutzt werden

Abgezäunt sind die Bahnsteige eins bis sechs und der dazugehörende Teil der Bahnhofshalle. Auch der mittlere Treppenaufgang ist halb abgetrennt. „Der Zugang zu den Toiletten ist aber frei“, sagt ein Sprecher der Deutschen Bahn. Nicht benutzt werden können der Nordausgang und der Aufzug, der von der Ankunftshalle zu den S-Bahnen führt. Auf Gleis sechs werde ein leerer Zug abgestellt, der auch als Sichtschutz diene. Denn was die Polizei übt, soll nicht nach außen dringen. Auch deswegen nicht, weil einige Teilnehmer der Übung Verletzte mimen werden.

Es werden keine Verbindungen gestrichen, meldet die Bahn. Fahrgäste müssten lediglich damit rechnen, dass sie von einem anderen Bahnsteig abfahren würden. Das würde am Bahnhof, im Internet und in der Smartphoneapp der Bahn rechtzeitig veröffentlicht werden, kündigt das Unternehmen an. „Wir werden auch in ankommenden Zügen und auf den Anzeigetafeln auf das Geschehen hinweisen, damit niemand erschrickt“, sagt der Bahnsprecher. Denn es kann laut werden im Bahnhof: Um unter möglichst realistischen Bedingungen üben zu können, würden auch Schüsse und Explosionen simuliert werden.

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