Bei der Cybertruck-Präsentation spielt Tesla ein Video von einem Beschleunigungsrennen gegen einen Porsche 911 ab. Was sagt der Stuttgarter Hersteller dazu?

Automobilwirtschaft/Maschinenbau: Matthias Schmidt (mas)

Es war ein kleiner PR-Coup am Rande, als Tesla bei der Präsentation des Cybertrucks zwei Porsche 911 ins Bild rückte. In einem Videoeinspieler präsentierte Tesla-Chef Elon Musk seinen Edelstahl-Pickup im Beschleunigungswettstreit mit einem der Sportwagen aus Zuffenhausen. Den zweiten 911er zog der Elektrotruck auf einem Anhänger hinter sich her – und natürlich war klar, wer zuerst nach einer Viertelmeile ins Ziel rast. Sonst hätte Musk den Film nicht gezeigt.

 

Die Zuschauer, die im texanischen Austin die Auslieferung der ersten Cybertruck-Exemplare verfolgten, bejubelten die Szene. In Musks Online-Forum „X“ dagegen wunderten sich einige Nutzer über den Vergleich. Schließlich ist es keine neue Erkenntnis, dass das Drehmoment von Elektroautos, auch wenn sie größer und schwerer sind, von Autos mit Verbrennungsmotor kaum zu schlagen ist.

Porsche hätte die Stichelei für eine launige Replik nutzen und beispielsweise fragen können, warum Musk sein futuristisches Gefährt nicht gegen den elektrischen Taycan ins Rennen geschickt hat. Aber das Unternehmen entschied sich für eine zurückhaltendere Variante und teilte mit: „Wir sind Sportler, die von der Rennstrecke kommen, und schätzen jeden Wettbewerb. Gleichzeitig konzentrieren wir uns auf unsere Stärken: Fahrerorientierung und Sportwagen-Performance, mit einem für Porsche typischen, einzigartigen Design, herausragender Qualität und einem hohen Grad an Innovation und Individualisierung.“