Das Känguru musste in der Auftaktshow von „The Masked Singer“ als Erstes seine Maske fallen lassen. Darunter verbarg sich ein waschechter „Tatort“-Kommissar.

Das Känguru hatte am Ende des Staffelauftakts der ProSieben-Show „The Masked Singer“ die wenigsten Stimmen – und musste seine Maske fallen lassen. Dahinter verbarg sich kein geringerer als „Tatort“-Star Jan Josef Liefers. „Das ist auf jeden Fall das absolut Verrückteste, was ich in meinem Leben jemals gemacht habe. Und ich habe schon verrückte Sachen gemacht. Ich glaube, ich habe hier sechs Kilo verloren“, sagte der 58 Jahre alte Schauspieler am Samstagabend.

 

Am Ende bekam er für seine Darbietung von „Blurred Lines“ von Robin Thicke die wenigsten Stimmen und musste daher die Maske ablegen. „Ich wäre gern noch dabei gewesen“, sagte Liefers danach. Er könne jedem nur raten mitzumachen. Es seien lauter nette Leute und es könne nichts passieren, „außer dass Ihr schwitzt und etwas schlanker seid“.

Es war der Auftakt der achten Staffel der Musikshow, bei der Prominente als Sänger auftreten, ihre Identität aber unter schweren Masken verstecken. Enttarnt werden sie erst, wenn sie nicht genügend Stimmen vom Publikum bekommen - oder ganz am Ende das Finale gewinnen.

Von dem „Masked Singer“-Rateteam des Abends - Ruth Moschner, Rea Garvey und Wincent Weiss - hatte allein Garvey den richtigen Riecher und identifizierte den Schauspieler buchstäblich in letzter Minute. Die beiden kennen sich als Freunde und als Musiker. Show-Fans im Netz hatten neben Liefers auch Michael Bully Herbig, Elyas M’Barek und Joko Winterscheidt als das gut gelaunte Känguru im Verdacht gehabt.

An dem Abend wurden auch neue unbekannte Kostüme vorgestellt. So verwirrte etwa ein singendes Toastbrot Zuschauer und Ratende mit einer auffällig hohen Stimme, rockte aber die Bühne mit Partyhits von Technotronic und den Pointer Sisters. Als scheuer Bühnengast zeigte sich hingegen eine Sängerin im Kostüm eines „Frotteefanten“ - ein großer niedlicher Plüsch-Elefant mit eindruckvollem Gesangstalent.

Den Gig des Abends legte jedoch das Spinnenwesen „Diamantula“ hin, dessen Frauenstimme den Shirley-Bassey-Hit „Diamonds are forever“ so hingebungsvoll schmetterte, dass Rea Garvey nur noch erwidern konnte, dass er gerade verrückt werde und wohl in einem Bond-Film gelandet sei.

Rate-Ass Ruth Moschner vermutet Weltstar Ute Lemper hinter der Maske. Die Internetgemeinde tendierte mehrheitlich zu Patricia Kelly. Zuschauer dürfen auch deshalb gespannt sein, weil sich die „Diamantula“ offenbar mit jedem Auftritt mehr in eine Spinne verwandeln wird, wie zwischen den Zeilen herauszuhören war.

Der Show-Import „The Masked Singer“ ist für ProSieben bisher eine sichere Bank für gute Einschaltquoten im jüngeren Publikum. Die Show lebt vor allem von den wilden Spekulationen über die Namen der streng geheim gehaltenen Teilnehmer. So gilt bei der Maske des hochgewachsenen und Pullunder tragenden Waschbären Daniel Boschmann bei vielen Zuschauern als sicher. Oder ist es doch Olaf Schubert?