Theater im Bahnhof Rechberghausen: „Salute die Damen“ Nachgefragt bei der Autorin Barbara Piazza

Region: Andreas Pflüger (eas)
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Zufrieden mit des Bruders Tun

Rechberghausen - - Sie hat Drehbücher für „Das Traumschiff“, die „Lindenstraße“ und etliche weitere Fernsehserien geschrieben. Barbara Piazza (geboren 1945) ist aber auch eine Theater- und Romanautorin. Die Premiere ihres Stücks „Salute die Damen“ im Theater im Bahnhof Rechberghausen hat sie sich angeschaut.
Frau Piazza, sind Sie mit der „süddeutschen Uraufführung“ ihres Stücks „Salute die Damen“ zufrieden.
Ja, sehr sogar. Die inselartige Anordnung der Schauplätze auf der Bühne war wirklich klasse. Die Akteure haben flott gespielt und die Gesellschaftssatire genau so umgesetzt, wie ich mir das immer gewünscht hatte. Wenn man als Autorin bei einer Aufführung richtig Spaß hat, ist das immer ein gutes Zeichen.
Sie stammen aus Eislingen, ihr Bruder Eddie Gromer ist Regisseur am Rechberghäuser Theater im Bahnhof. Warum mussten acht Jahre vergehen, bevor „Salute die Damen“ im Schwabenland gespielt wird?
Kleine Brüder hören selten auf das, was die große Schwester sagt (lacht). Ich habe Eddie das Stück zum Lesen gegeben, gleich nachdem es fertig war. Es war von vorneherein für kleinere Bühnen gedacht, kam bei ihm aber wohl zunächst nicht so gut an. Da mein Agent aus Hamburg stammt, wurde „Salute die Damen“ dann erst mal oben im Norden gespielt, inzwischen sogar auf plattdeutsch.
Dann hätte ihr Bruder ja eigentlich auf schwäbisch inszenieren können.
Das ist in diesem Fall ganz sicher schwierig. Der schwäbische Dialekt gibt so viel versteckte Bosheit gar nicht her (lacht). Das Stück würde deshalb bestimmt an Schärfe verlieren.
Eddie hat also alles richtig gemacht?
Ich bin mit meinem Bruder in der Regel zwar nie einer Meinung. Aber, um es auf gut schwäbisch zu sagen: Des hot er kenna, i ben echt z’frieda.




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