Theresienwiese geräumt Bombendrohung gegen Volksfest in Heilbronn

Das Heilbronner Volksfest musste nach der Bombendrohung geräumt werden. Foto: Roland Schweizer
Das Heilbronner Volksfest musste nach der Bombendrohung geräumt werden. Foto: Roland Schweizer

Eine Bombendrohung in Heilbronn weckt in der Nacht erneut Terror-Assoziationen. Kurze Zeit später gibt die Polizei in Heilbronn Entwarnung. Auch beim Stuttgarter Flughafen und in der JVA Offenburg gingen Anrufe ein.

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Heilbronn - Nach einer Bombendrohung auf dem Heilbronner Volksfest in der Nacht zum Samstag hat die Polizei Entwarnung gegeben. Laut Polizeiangaben ging gegen Mitternacht über den Notruf eine Bombendrohung ein. Vor Ort waren sechs Streifenwagen und zwei Rettungswagen im Einsatz, das Festgelände wurde geräumt. „Die Räumung lief ruhig ab“ sagte am Samstag ein Sprecher der Polizei. Die Beamten konnten bei der Suche mit Spürhunden allerdings keine Bombe finden. Gegen zwei Uhr durften die Schausteller wieder auf das Veranstaltungsgelände. Auch gegen den Landesflughafen und Einrichtungen in Offenburg ergingen Bombendrohungen, die sich aber als nicht ernsthaft herausstellten.

Keine Folgen am Flughafen

Nach derzeitigem Ermittlungsstand kam der Anruf beim Lagezentrum der Heilbronner Polizei aus einer Telefonsäule gegenüber dem Veranstaltungsgelände auf der Theresienwiese. Nahezu zeitgleich ging aus derselben Telefonsäule ein Anruf bei der Rettungsleitstelle Heilbronn ein. Laut Pressemitteilung geht die Polizei davon aus, dass der Anrufer „höchstwahrscheinlich männlich“ ist. Die Veranstaltung ist in etwa halb so groß wie das berühmte Stuttgarter Volksfest, das ungefähr vier Millionen Gäste zählt. Das Fest war am Freitag eröffnet worden und soll bis 8. August dauern. Da die Geschäfte auf dem Fest um 1 Uhr schließen, befand sich zum Zeitpunkt der Drohung nach Schätzungen der Polizei nur noch eine dreistellige Zahl von Besuchern auf dem Gelände.

Unterschiedliche Anrufer

Am Stuttgarter Flughafen blieb die Drohung ohne Folgen, der Betrieb ging normal weiter. Auch in der Vollzugsanstalt Offenburg und beim dortigen Polizeirevier gingen Drohungen ein. Woher die Offenburger Anrufe kamen, ist derzeit unklar. Die Ernsthaftigkeit der Drohung wurde allerdings als gering eingestuft.

Die JVA Offenburg hat in etwa 500 Haftplätze. Nach bisherigem Ermittlungsstand handelt es sich jedoch bei den Fällen in Heilbronn, Offenburg und Stuttgart um unterschiedliche Anrufer. Die Heilbronner Ermittler suchen nach dem Verursacher des Polizeieinsatzes. Ihm drohen nun ein Strafverfahren sowie die Übernahme der Kosten des Polizei- und Rettungseinsatzes.

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