Tier-Nachwuchs in der Wilhelma Erfolgreiche Nachzucht: Ferkel bei seltener Schweineart geboren

Das kleine Hirscheber-Ferkel in der Wilhelma. Foto: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann

Freude in der Wilhelma: Dort ist bei den Hirschebern ein weibliches Ferkel zur Welt gekommen. An warmen Tagen ist es immer häufiger draußen zu sehen.

Lokales: Iris Frey (if)

Das kleine Ferkel, das bei den Hirschebern im vergangenen November zur Welt gekommen ist und jetzt öfters an der Anlage neben dem Tapirhaus zu sehen ist, ist ein besonderer Zuchterfolg, wie der Wilhelma-Sprecher Birger Meierjohann mitteilt. Es handelt sich um eine seltene Schweineart aus Indonesien, die durch Lebensraumverlust und Bejagung laut Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet gilt.

 

Eine weitere aktuelle Bedrohung ist die sich auch in Asien ausbreitende Afrikanische Schweinepest, deren Folgen noch nicht abzuschätzen sind. „Man befürchtet, dass Teilpopulationen bereits komplett durch die für Schweine meist tödliche Seuche ausgelöscht worden sind“, so Meierjohann.

Das kleine Ferkel ist neugierig unterwegs. Foto: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann

Die Hirscheber kommen im natürlichen Verbreitungsgebiet auf der indonesischen Insel Sulawesi und umliegenden Inseln in den tropischen Regenwäldern vor. Dort ernähren sie sich von Pflanzen, Früchten und Blättern. Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin freut sich über die erfolgreiche Nachzucht der Art, die nur in wenigen zoologischen Einrichtungen gehalten wird. Umso wichtiger sei jedes einzelne Jungtier für den Erhalt einer stabilen Reservepopulation in menschlicher Obhut.

Die Hirscheber sind am Eingang zu den Tapiren zu sehen. Foto: Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann

Die Haltung und Zucht von Hirschebern in zoologischen Gärten wird über die European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) koordiniert, um eine genetisch vielfältige Reservepopulation zu sichern und das Wissen über Biologie, Verhalten und Fortpflanzung dieser wenig erforschten Art zu erweitern.

Die Wilhelma unterstützt zudem im Rahmen des „Action Indonesia Global Species Management Plan“ den Schutz der natürlichen Lebensräume des Hirschebers. Mit Hilfe des über den Wilhelma-Eintritt der Besucher gespendeten Artenschutz-Euros kamen dafür laut Zoo bislang insgesamt 24.000 Euro zusammen.

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