Eine Gans kämpft auf dem Ebnisee mit einem Angelhaken im Gefieder ums Überleben. Spaziergänger schlagen Alarm – dann beginnt eine dramatische Rettungsaktion.
Ein Angelhaken im Gefieder, Schmerzen bei jeder Bewegung und kein Entkommen auf dem Wasser: Für eine Gans auf dem Ebnisee bei Kaisersbach wurde der Mittwoch zum tierischen Drama. Spaziergänger bemerkten das verletzte Tier am Nachmittag des 14. Mai und alarmierten die Einsatzkräfte. Wie das Polizeipräsidium Aalen mitteilt, hing der Haken am Körper der Gans fest.
Was folgte, war eine Rettungsaktion mit viel Fingerspitzengefühl und vermutlich nassen Stiefeln. Die Freiwillige Feuerwehr Welzheim rückte an, fing das Tier auf dem Ebnisee ein und brachte die sichtlich mitgenommene Gans sicher ans Ufer. Dort übernahm eine Streife des Polizeireviers Schorndorf den ungewöhnlichen Patiententransport zum Tierarzt.
Glück im Unglück: Gans am Ebnisee gerettet und geheilt
In der Praxis dann die gute Nachricht: Der Angelhaken konnte erfolgreich entfernt werden. Die Gans hatte damit noch einmal Glück im Unglück. Statt weiter hilflos über den See zu treiben, dürfte sie bald wieder unbeschwert ihre Runden drehen können.
Der Vorfall wirft zugleich ein Schlaglicht auf die Schattenseiten achtlos weggeworfener Angelschnüre und Haken. Für Wasservögel können solche Hinterlassenschaften offenkundig schnell zur lebensgefährlichen Falle werden. Am Ebnisee endete die Geschichte diesmal glimpflich – dank einer Rettungskette, die vom aufmerksamen Spaziergänger bis zur Feuerwehr reichte.