Tierheim Esslingen So heißt das neue Maskottchen

Ben und Sena haben dem neuen Tierheim-Maskottchen (vorne) einen Namen gegeben. Manuela Eberspächer und Horst Theilinger zeigen den Vorgänger Fetz. Foto: Roberto Bulgrin

Er war sehr beliebt: Fetz, das Maskottchen des Tierheims Esslingen, kam bei den Besuchern sehr gut an. Nun hat der knuffige Stoffhund ausgedient. Ein Nachfolger wurde zwar gefunden – doch der hatte bisher noch keinen Namen.

Fetz war wohl nicht mehr fetzig genug? Nein, stellt Manuela Eberspächer vom Tierheim-Team Esslingen sofort klar, das sei nicht der Grund gewesen, warum das bisherige Maskottchen der Einrichtung auf der Neckarinsel nach 15 Jahren treuer Dienste plötzlich ausgedient hatte. Die Firma, die den knuddeligen Hund mit den großen Glupschaugen bislang produziert hatte, wollte ihn aus ihr unbekannten Gründen nicht mehr herstellen. Darum musste ein Nachfolger gesucht werden. Der wurde auch gefunden. Er ist ebenfalls ein Hund, noch ein wenig süßer als Fetz und Gegenstand eines aufwendigen Namensfindungsprozesses.

 

Denn die hinterlassenen Fußstapfen waren groß. Fetz – das klang nicht nur eingängig und schmissig. Der Name war auch die Abkürzung des Tierheim-Mottos „Für ein tolles Zuhause“. Darum gab sich die Einrichtung besondere Mühe bei der Suche und Benennung des Fetz-Nachfolgers. Ein Hund sollte es auf jeden Fall wieder sein. Im Tierheim-Shop, sagt Manuela Eberspächer, würden auch Stoff-Eichhörnchen und Stoff-Igel angeboten. Aber sie seien bei den Besuchern längst nicht so beliebt wie Hund Fetz. Darum suchte das Tierheim-Team im Internet nach einem würdigen Ersatz – und es wurde fündig. Der Nachfolger ist flauschiger, weicher, sieht noch treuherziger aus.

Viele Geistesblitze

Nur ein passender Name fehlte. Auf Instagram, Facebook oder per E-Mail konnten jeder und jede mit einem Geistesblitz ihren Namensfavoriten in den Ring werfen. Fast 400 Vorschläge gingen ein. Da gab es die tierischen Evergreens wie Bello, Luna, Schnuffie, Schnuffelinchen oder Esperanza, dem spanischen Wort für „Hoffnung“. Eingereicht wurden auch Menschennamen, die auf das Maskottchen übertragen werden sollten – Gustav, Gertrude, Bruno oder Johann. Tutnix, Floh, Frieda und Happy waren weitere Vorschläge. Genannt wurden auch Hollie, eine Zusammensetzung aus Hoffnung und Liebe, sowie Rudi als Abkürzung für „Rettet uns Irgendjemand“.

Am Schluss blieben nach Abstimmungen in den neuen sozialen Medien noch drei Super-Namen übrig. Sie haben laut Manuela Eberspächer jeweils über 70 Stimmen bekommen. Da war einmal Thess, eine Abkürzung für Tierheim Esslingen. Hope, der zweite Vorschlag, griff das englische Wort für Hoffnung auf, und Fibs, der Dritte im Bunde, steht für „Für immer beinander sein“. Welche dieser drei Varianten das Rennen machen sollte, wurde durch eine Glücksfee und einen Glücksbringer entschieden. Der fünfjährige Ben Busata und die neunjährige Sena Tasli durften aus drei verschieden farbenen, zusammengefalteten Papierblättern auswählen. „Grün ist mein T-Shirt. Dann wähle ich mal das grüne Papier“, zog Sena eine Entscheidungshilfe hinzu. Und der grüne Vorschlagszettel machte das Rennen.

Publikumsliebling muss gehen

Fetz ist damit Geschichte. Er war bei den Tierheim-Besuchern sehr populär gewesen. Über 1500 Stück des Stofftieres wurden im Laufe der 15 Jahre an den Mann und die Frau gebracht, erklärt David Koch vom Tierschutzverein Esslingen und Umgebung, der Trägerin der Einrichtung. Der Stoffhund wurde im Tierheim, an Infoständen und bei Veranstaltungen angeboten oder an Sponsoren verschenkt, ergänzt Leiter Horst Theilinger. Fetz gab es in groß, klein und sogar als Schlüsselanhänger. Sein Nachfolger kann nur zwei Varianten bieten: groß und klein. Doch auch er ist im Tierheim, in der Geschäftsstelle in der Grabbrunnenstraße 10 oder auf Events wie dem „Tag der Begegnung“ am Sonntag, 1. September, in der Einrichtung zu haben – unter dem Namen Fibs.

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