Tierischer Nachwuchs im Zoo Osterküken aus dunkelgrünen Eiern in der Wilhelma geschlüpft
Pünktlich zum Osterfest freut sich der Stuttgarter Zoo über tierischen Nachwuchs. Welche flauschigen Tiere sind dort geboren worden?
Pünktlich zum Osterfest freut sich der Stuttgarter Zoo über tierischen Nachwuchs. Welche flauschigen Tiere sind dort geboren worden?
Kurz vor dem Osterfest sind im Stuttgarter Zoo Emus geboren worden. Die Tiere zählen nach dem Afrikanischen Strauß zur zweitgrößten lebenden Vogelart der Erde. Geschlüpft sind sie aus sechs dunkelgrün gefärbten Eiern. Eine weitere Besonderheit: Die Emu-Eier sind etwa 10- bis 15-fach so groß wie Hühnereier. Und die kleinen flauschigen Tiere sind gestreift. Das gestreifte Gefieder ist für sie überlebenswichtig als Tarnung in ihrem natürlichen Lebensraum.
Eine weitere Besonderheit: Anders als bei den meisten Vogelarten übernimmt ausschließlich das Emu-Männchen in der Regel die Bebrütung der Eier, wie Wilhelma-Sprecher Birger Meierjohann erklärt. Die Eier werden oft von mehreren Weibchen in die gleiche Nistmulde gelegt. Über einen Zeitraum von rund acht Wochen verlässt der Hahn das Gelege kaum, reduziert seine Nahrungsaufnahme stark und sorgt kontinuierlich für die notwendige Temperatur und den Schutz der Eier.
In der Wilhelma mussten dieses Frühjahr aber die Tierpflegerinnen und Tierpfleger nachhelfen. Vogel-Kurator Andreas Frei erklärt: „Unser Emu-Hahn ist ein erfahrener Vater. Er hat schon erfolgreich gebrütet und Jungvögel großgezogen. Wir waren daher sehr überrascht, als er seine Brut dieses Mal nach mehreren Wochen aufgab. Daher mussten wir die bereits angebrüteten Eier in unsere Obhut nehmen und in der Brutmaschine ausbrüten.“ Die Besucherinnen und Besucher können die Emu-Küken schon durch eine Fensterscheibe aus nächster Nähe beobachten, denn die Pfleger haben für die Jungvögel im Innenbereich der Freiflugvolieren ein Aufzuchtgehege eingerichtet.
In ihrer australischen Heimat besiedeln die flugunfähigen Laufvögel offene Landschaften wie Savannen, Buschland und lichte Wälder und fressen gerne pflanzliche Bestandteile und auch Insekten.