Timelapse-Video von Stuttgart Der Kessel im Zeitraffer

Von sw 

Der Fotograf Emmanuel Zouboulis hat ein Zeitraffer-Video über seine Heimatstadt Stuttgart produziert. Der vier Minuten lange Clip dokumentiert das pulsierende Stadtleben im und um den Kessel herum.

Von der Terrasse des Max-Kade-Hauses am Berliner Platz ist die Aussicht umwerfend. Foto: Zouboulis Photography 16 Bilder
Von der Terrasse des Max-Kade-Hauses am Berliner Platz ist die Aussicht umwerfend. Foto: Zouboulis Photography

Stuttgart - Emmanuel Zouboulis hat sich in vergangenen Monaten Stuttgart ganz genau angeguckt, harrte oft stundenlang an den selben Schauplatzen aus. Denn: Der hauptberufliche Fotograf drehte im Kessel ein vierminütiges Timelapse- oder auch Zeitraffer-Video mit dem Titel „Stuttgart City Impressions“ . Der 37-Jährige ist seit jeher eng mit der Landeshauptstadt verbunden, wurde in Bad Cannstatt geboren und wuchs im Stadtteil Heslach auf. Bis dato war Zouboulis viel im Bereich Produktfotografie tätig und lichtete vor allem Autos ab. Da verwundert es nicht, dass im Video auch das Mercedes-Benz-Museum und viele stark befahrene Straßen zu sehen sind – eben typisch Stuttgart.

Zu hundert Prozent Stuttgarter

Durch seinen Beruf lernte der studierte Wirtschaftswissenschaftler viele Ecken Stuttgarts kennen. Über die Faszination von Zeitraffer-Aufnahmen sagt Zouboulis: „Grundsätzlich sind diese Aufnahmen etwas, das man im ersten Moment nicht erfassen kann.“ Für die durschnittlich zehn bis 15 Sekunden langen Sequenzen, die sich aus hunderten Bildern zusammensetzen, harrt der Fotograf mehrere Stunden an derselben Stelle aus. Dabei schießt die Kamera etwa jede halbe Minute ein Bild von der gleichen Szenerie. Durch die schnelle Abfolge geraten die Bildserien während der Postproduktuin in Bewegung und verschmelzen zu einem Film. „Eine Sequenz an einem Ort nimmt mit Vor- und Nachbereitung etwa einen Arbeitstag in Anspruch“, sagt Zouboulis.

Stuttgart City Impressions - A Timelapse Project from E. Zouboulis on Vimeo.

Es wird nicht das letzte Zeitraffer-Video bleiben

Außerdem schafft es nicht jede aufgenommene Sequenz in das beschleunigte Video. „Der Verlauf vom ersten bis zum letzten Bild muss stimmig sein“, so der Fotograf mit Hang zum Bewegtbild. Auch wenn die ganze Schnittarbeit und audiovisuelle Komposition sonst nicht zu seinem Tagesgeschäft zählen – diese kleinen Herausforderungen würden die Produktion erst machen. Zouboulis hat bereits weitere Sequenzen im Kasten und wird auch im Bereich Zeitraffer künftig mit lokalen Autofirmen wie Daimler zusammenarbeiten. Der hohe Aufwand lohnt sich für ihn also auch geschäftlich, auch wenn der Hauptgrund für sein neuestes Projekt so banal wie einleuchtend klingt: „Ich mag Stuttgart einfach sehr.“

In unserer Bildergalerie sehen Sie die verschiedenen Schauplätze des Videos.

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