Timo Werner ist zurück bei RB Leipzig. Er will vor allem eines: Spielen, spielen, spielen. Denn dem Ex-VfB-Kicker fehlt vor der WM in Katar Einsatzzeit.

Für rund 20 Millionen Euro Ablöse kommt Timo Werner zurück vom FC Chelsea zum RB Leipzig – und wünscht sich dort vor allem eines: Viel Einsatzzeit. Vor allem im Hinblick auf die Fußball-WM in Katar braucht der 26-jährige ehemalige VfB-Spieler Spielpraxis. „Eine WM kommt in der Spielerkarriere nicht zu oft vor, da will man sich optimal drauf vorbereiten“, sagte der Stürmer bei seiner Vorstellung am Mittwoch in Leipzig. 

Mit dem Bundestrainer Hansi Flick habe er über seinen Wechsel vom FC Chelsea nach Leipzig gesprochen, erzählte Werner: „Er hat gesagt, ich soll das tun, womit ich mich wohlfühle. Er fand die Idee, nach Leipzig zurückzukehren, sehr gut.“ Für den Bundestrainer sei es wichtig, „dass ich viel Spielpraxis bis zur WM habe, als wenn ich bei Chelsea die ganze Zeit nur unregelmäßig spielen würde.“ Bei seinem neuen alten Club will Werner „endlich wieder Fußball spielen.“

„Klaps auf den Hinterkopf“

Werner, der bei seinem Ex-Club einen Vierjahresvertrag unterschrieben hat, erzählte auch davon, wie er von seinen Leipziger Mannschaftskollegen empfangen wurde: „Es wurde eine kleine Gasse gebildet, in der ich von jedem einen kleinen Klaps auf den Hinterkopf bekommen habe.“

Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) steht das erste Heimspiel gegen den 1. FC Köln an. „Wenn der Trainer denkt, ich bin fit genug, dann würde ich mich freuen und hoffe natürlich, dass ich spiele“, sagte Werner: „Ich will spielen, ich will jedes Spiel spielen, und deshalb freue ich mich, dass es so schnell wie möglich losgeht.“

Bei Chelsea „nicht genügend Spielzeit“

Beim FC Chelsea habe er zuletzt „nicht genügend Spielzeit gehabt“, sagte Werner. In Leipzig war der 26-Jährige hingegen zwischen 2016 und 2020 zum Toptorjäger avanciert. „Ich glaube, dass viele Leute davon ausgehen, dass ich zurückkomme und anfange, Tore zu schießen“, sagte Werner: „Das will ich machen.“ 

Dass sich bei RB unter Trainer Domenico Tedesco ein neues Spielsystem entwickelt hat, das vor allem auf den Franzosen Christopher Nkunku zugeschnitten ist, hält Werner für nicht problematisch. Er sprach von einem „sehr guten Gespräch“ mit dem Coach, „beide Seiten waren sehr angetan“. Und das Zusammenspiel mit Nkunku habe zum Ende seiner ersten Zeit in Leipzig „schon gut funktioniert, und das kann auch heute gut funktionieren“.

Als neuer Heilsbringer für Leipzig sieht Werner sich nicht. „Die Fans haben mich in den harten Zeiten, die es auch in Leipzig gab, immer unterstützt. Deswegen freue ich mich, wieder vor ihnen spielen zu dürfen - aber nicht als Messias, sondern als Timo Werner.“