Tipps für den Fahrradkauf Für jeden Po gibt es den passenden Sattel

Von dane 

In der Coronakrise liegt auch eine Chance. Gute Vorsätze wie sich mehr mit dem Fahrrad an der frischen Luft bewegen etwa. Doch oftmals scheitert es an Kleinigkeiten wie mangelndem Fahrkomfort. Der richtige Sattel schafft hier Abhilfe.

Mit dem passenden Fahrradsattel macht die Tour gleich nochmal soviel Spaß.  Foto: shutterstock/ Rocksweeper 5 Bilder
Mit dem passenden Fahrradsattel macht die Tour gleich nochmal soviel Spaß. Foto: shutterstock/ Rocksweeper

Wenn der Allerwerteste beim Tritt in die Pedale schmerzt, vergeht den meisten die Lust an ausgiebigen Fahrradtouren in der Natur. Wissenschaftler von der Deutschen Sporthochschule in Köln haben daher untersucht, welcher Sattel zu welcher Kehrseite und zu welchem Drahtesel am besten passt.

Ein wenig Druck muss sein

Im Allgemeinen gilt: ein Radler braucht ausreichend Bewegungsfreiheit. Zudem muss der Sattel so beschaffen und eingestellt sein, dass er eine stabile Haltung vermittelt und der Biker sein Rad gut unter Kontrolle hat. Und so verständlich der Wunsch nach höchstmöglichem Komfort ist, immer dran denken: der größte Teil des Körpergewichtes lastet auf der vergleichsweise winzigen Sattelfläche. Da ist es schlicht ganz normal, dass es drückt. Wichtig ist, dass es nicht zu dolle zwackt.

Schlägt weich grundsätzlich hart?

Verblüffend, doch laut der Studie der Kölner Sporthochschule sorgt hart für weniger Schmerzen. Heißt im Klartext: Fahrer, die zu weich sitzen, leiden häufiger unter Sitzproblemen als jene mit härterem Sattel. Das liegt an der Druckverteilung. Weiches Sattelmaterial verlagert den Sitzdruck aus der normalen Druckzone, die sich unmittelbar unter den Sitzbeinhöckern befindet, nach außen. Hier bilden sich Wülste, die im Laufe der Zeit anfangen zu schmerzen. Fazit der Studie hierzu: ein harter Sattel, in Verbindung mit einer gepolsterten Radhose plus Sitzcreme schneidet besser ab.

Der optimale Fahrradsattel – ein Wunschtraum?

Die Auswahl an Fahrradsätteln ist riesig, wobei häufig schickes Design vor funktioneller Qualität steht. Ausprobieren lautet hier die Devise! Welcher Sattel fühlt sich – unabhängig von der Optik – am besten an? Grundsätzlich gilt: Jedes Gesäß ist anders. Was der eine Biker als top bequem empfindet, ist für den anderen ungemütlich. Zudem passt sich ein guter Sattel jedem Po an. Eine geschlechterspezifische Unterscheidung in Damen- und Herrensattel braucht es nicht. Lediglich die Breite – Stichwort Abstand der Sitzbeinhöcker – sowie die optimale Einstellung sind wichtig.

Zuletzt ein kleines Trostpflästerchen: Auch Profis schmerzen nach längerer Trainingspause die vier Buchstaben. Schließlich besteht die Rückenverlängerung zum Großteil aus Muckis. Und diese müssen sich immer an Belastungen gewöhnen, indem sie trainiert werden. Deshalb ist es vollkommen normal, wenn der Po auf den ersten Touren schmerzt. Erfahrungsgemäß gibt sich das nach zwei bis drei Touren innerhalb einer Woche von allein.

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