Tipps für den Kauf Zeit für Familie und Freunde - der Esstisch als Zentrum des Wohnens

Von Nicole Knaupp 

In der Corona-Pandemie wurde der Esstisch in vielen Familien zum zentralen Ort für Hausaufgaben, gemeinsames Lernen und das Homeoffice. Weshalb er gar nicht groß genug sein konnte. Doch wer jetzt über einen neuen, größeren Esstisch nachdenkt, sollte beim Kauf auf ein paar andere Dinge achten.

Mit einer Länge von bis zu vier Metern inszeniert „Tadeo“ von Walter Knoll den Tisch als Ort für die Rituale des Beisammenseins mit Familie und Freunden, zum gemeinsamen Essen oder Arbeiten. Die starke Massivholzplatte ruht auf zwei zurückgesetzten Wangen.  Foto: Walter Knoll 12 Bilder
Mit einer Länge von bis zu vier Metern inszeniert „Tadeo“ von Walter Knoll den Tisch als Ort für die Rituale des Beisammenseins mit Familie und Freunden, zum gemeinsamen Essen oder Arbeiten. Die starke Massivholzplatte ruht auf zwei zurückgesetzten Wangen. Foto: Walter Knoll

So ganz neu sind die Anforderungen an den Esstisch natürlich nicht. In vielen Wohnungen und Häusern ist dieser schon lange das Kommunikationszentrum. Um ihn dreht sich das Leben. Hier wird gegessen, aber auch diskutiert, gespielt und gebastelt. Zugleich übernimmt der Esstisch repräsentative Aufgaben wenn Gäste kommen. Während der Corona-Pandemie kamen dann noch neue Anforderungen hinzu: Der Esstisch wurde in vielen Familien zum zentralen Ort für Hausaufgaben, gemeinsames Lernen, Videokonferenzen und das Homeoffice. Verständlich, dass er in diesen Fällen gar nicht mehr großzügig genug sein konnte.

Wie groß darf mein Esstisch sein?

Natürlich sind der Größe des Esstischs Grenzen gesetzt. Zum einen müssen die Proportionen stimmen, zum anderen muss ausreichend Platz für die Stühle und zum Aufstehen eingeplant werden. Daher sollte der Essbereich vor dem Kauf gut ausgemessen werden. Auch an die praktischen Abläufe des Alltags und an die üblichen Durchgangswege sollte gedacht werden.

Ein eckiger Esstisch ist mindestens 80 Zentimeter tief – und wenn es der Platz erlaubt, gerne auch ein Meter tief. Für die Stühle und die Bewegungsfreiheit sollte dann auf beiden Seiten je 75 Zentimeter Raum eingeplant werden. Damit jeder bequem aufstehen kann. Bei der Länge lässt sich variieren.

Ein runder Tisch für vier Personen misst in der Regel 90 Zentimeter im Durchmesser, für sechs Personen 125 Zentimeter. Auch hier kommen wieder bei jedem Stuhl 75 Zentimeter für die Bewegungsfreiheit hinzu.

Essen und Arbeiten – das perfekte Licht für jede Gelegenheit

Am Esstisch konzentriert arbeiten? Hierfür sind Leuchten, bei denen sich nicht nur die Lichtstärke, sondern auch die Farbtemperatur regulieren lässt, von Vorteil. Denn während zum Wohnen eine Farbtemperatur von 2700 Kelvin als angenehm empfunden wird, werden im Büro und zum Arbeiten kältere 3000 Kelvin bevorzugt. Über diese Fähigkeiten verfügen die Leuchten des Münchner Unternehmens Occhio. Bei den Pendelleuchten der Mito-Serie kann zum Beispiel über Gestensteuerung die gewünschte Lichtfarbe gewählt werden. Von warmen Lichttönen mit 2700 Kelvin bis zu einem anregenden kühlen Arbeitslicht mit 4000 Kelvin.

Warum Probesitzen ein Muss beim Tischkauf ist

Neben der Größe ist auch die Höhe des Esstischs entscheidend. „Die Standardhöhe liegt bei 74 bis 78 Zentimetern Oberkante“, erklärt Barbara Benz, Geschäftsführerin des Einrichtungsunternehmens architare, „und ist abhängig von der Körpergröße der Personen, die an ihm Platz finden sollen, sowie von der Sitzhöhe der Stühle.“ Stühle haben in den meisten Fällen eine Sitzhöhe von 46 Zentimetern. Sie werden am besten von Tischen mit einer Höhe von 76 Zentimetern ergänzt. Als Faustregel gilt, dass ein Abstand von 30 Zentimetern zwischen Sitzhöhe und Tischoberkante ideal ist. „Um später keine bösen Überraschungen zu erleben, sollte man aber am besten probesitzen“ so Barbara Benz, „und zwar mit einem Stuhl in derselben Höhe wie demjenigen, der später am Tisch stehen wird.“ So spüre man, ob die Tischhöhe angenehm ist und auch, ob eventuell eine Zarge oder ein Tischbein stört.

Welcher Stil passt zu mir?

Neben all den praktischen Überlegungen sollte der Esstisch sich natürlich in erster Linie harmonisch in das Wohnambiente einfügen. Vor allem in modernen, zeitgenössischen Häusern, in denen Küche, Essplatz und häufig auch der Wohnbereich nahtlos ineinander übergehen, wird der Esstisch ein wichtiger Teil der Inszenierung. „In diesen offenen Grundrissen kann man mit Werkstoffen wie Holz, Marmor, Leder und Glas einen spannenden Stil- und Materialmix erzeugen,“ erklärt Barbara Benz. Es lohne sich also, gut zu überdenken, welcher Esstisch den eigenen Bedürfnissen am besten entgegenkommt.

Rund oder eckig? Holz, Glas oder Marmor? In der Bildergalerie die Esstisch-Favoriten von Barbara Benz und Ihrem architare Team entdecken.