Grillen in der Region Stuttgart Diese Tipps gibt Grillprofi Daniel Nonnenmann

Immer die richtige Einstellung zum Grillen: Daniel Nonnenmann Foto: Archiv
Immer die richtige Einstellung zum Grillen: Daniel Nonnenmann Foto: Archiv

Beim Grillen werden meistens zwei Fehler gemacht, meint Daniel Nonnenmann: Sich zu wenig Zeit zu nehmen ist einer davon. Der Profi aus Ostfildern bietet einfache Tipps für mehr Erfolg am Rost. Und Regen hält ihn sicher nicht von seinem Hobby ab.

Böblingen: Kathrin Haasis (kat)
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Stuttgart - Daniel Nonnenmannaus Ostfildern bietet einfache Tipps für mehr Erfolg am Rost. Von Beruf ist er Entwicklungsingenieur bei Mercedes-Benz, aber in seinem Hobby ist er längst zum Profi geworden und gibt Seminare.

Herr Nonnenmann, hat es Ihnen bislang die Grillsaison verhagelt?

Ich bin ein 365-Tage-Griller. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Einstellung.

Welche Fehler werden beim Grillen am häufigsten gemacht?

Erstens sich keine Zeit zu nehmen und zweitens keinen Spaß zu haben. Ich grille, weil ich mich auf das Grillen freue, und nicht, weil das Essen schnell fertig sein muss. Wenn ich es gerne mache und Zeit dazu habe, passieren weniger Fehler.

Haben Sie auch konkrete Tipps für besseres Gelingen?

Der erste Tipp lautet: hochwertiges Grillgut kaufen. Wenn ich zum Beispiel keinen frischen, sondern einen abgepackten oder sogar gefrorenen Fisch grille, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit am Rost ankleben. Oder wenn ich ein fertig mariniertes Stück Fleisch auf dem Grill lege, verbrennt es meistens, weil die Marinade in die Glut tropft. Für ein hochwertiges Stück Fleisch reichen Salz und Pfeffer als Würzung, ein Kerntemperatur-Thermometer hilft am Anfang, den richtigen Garzeitpunkt zu bestimmen. Mein Tipp ist, nicht mehr als drei Aromen auf den Teller zu bringen: zum Fleisch ein Gemüse wie gegrillte Zucchini und noch ein Gewürz oder eine Soße. Versucht das Einfache, nicht das Komplizierte, sage ich meinen Seminarteilnehmern immer.

Was ist der Grilltrend in dieser Saison?

Vergessene Fleischstücke von der Schweineschulter oder dem Rindernacken zum Beispiel. Sie zeichnen sich durch tolle Aromen aus. Bei dem Trend geht es auch um die Verwertung des Tieres von nose to tail, von der Nase bis zum Schwanz. Und vegan! Vegan zu grillen ist leichter als gedacht. Mein Favorit ist gerösteter Blumenkohl mit Cashewkernen. Frische Petersilie drauf und fertig. Das schmeckt toll, viel besser als die vegetarische Version mit Butter, weil man am puren Aroma vom Blumenkohl mehr Spaß hat.

Der Trend ist ungebrochen: Was fasziniert die Menschen so sehr am Grillen?

Der Trend hat sich in der Pandemie noch deutlich gesteigert. Das sieht man am Verkauf von hochwertigen Grills und am Konsum von besserem Fleisch. Beides hat um einiges zugelegt. Ich glaube, es ist der unvergleichliche Duft. Man riecht es, wenn gegrillt wird. Das betört die Leute einfach. Die Geselligkeit kommt dann dazu, wenn man sich dafür Zeit nimmt.




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