Tipps zum Einkauf vor dem Fest Kurz vor Weihnachten wird’s teurer

Von Melanie Maier 

Sechs Euro mehr als im Vorjahr wollen die Deutschen 2016 für Weihnachts-geschenke ausgeben. Kurz vor dem Fest heben die Händler die Preise aber noch einmal stark an. Experten verraten, wie man beim Einkauf sparen kann.

Einkaufen in letzter Minute? Meistens finden Verbraucher auch kurz vor dem Fest das Wunschgeschenk für ihre Lieben. Doch Achtung: Bei Spielwaren, Parfums und Spielkonsolen steigen die Preise vor dem Fest zum Beispiel noch einmal stark an. Foto: rms164 - Fotolia
Einkaufen in letzter Minute? Meistens finden Verbraucher auch kurz vor dem Fest das Wunschgeschenk für ihre Lieben. Doch Achtung: Bei Spielwaren, Parfums und Spielkonsolen steigen die Preise vor dem Fest zum Beispiel noch einmal stark an. Foto: rms164 - Fotolia

Stuttgart - Kurz vor Heiligabend suchen viele noch nach Geschenken für ihre Lieben. 280 Euro wollen die Deutschen dieses Jahr im Schnitt für die Geschenke ausgeben – sechs Euro mehr als im Vorjahr. Das haben die Marktforscher der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in einer Umfrage ermittelt. Ihr zufolge wollen insgesamt 90 Prozent der Verbraucher zum Fest etwas verschenken – wie in den vergangenen Jahren werden neben Gutscheinen und Bargeld wohl hauptsächlich Bücher, Spielwaren und Bekleidung unterm Baum liegen.

Etwa ein Fünftel seines Jahresumsatzes macht der Handel jedes Jahr allein in der Vorweihnachtszeit, sagt Stefan Hertel vom Handelsverband Deutschland (HDE). Für das Weihnachtsgeschäft 2016 erwartet der HDE einen Umsatz von 91,1 Milliarden Euro – das entspricht einem Plus von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr .

Spielwaren kosten im Schnitt 26 Prozent mehr als sonst

Wer dieser Tage noch nach Geschenken sucht, sollte sich die Preisschilder aber genau ansehen: Viele Hersteller heben vor den Feiertagen die Preise noch einmal an. Vor allem bei den zu Weihnachten beliebten Geschenke-Kategorien müssen Käufer oft einiges mehr bezahlen: Spielwaren etwa kosten kurz vor den Feiertagen im Schnitt 26 Prozent mehr als sonst. Das ergab eine Untersuchung des Produktvergleichsportals Guenstiger.de. Sehr viel tiefer ins Portemonnaie greifen mussten die Verbraucher 2015 vor allem bei Barbiepuppen (plus 36 Prozent) und bei Playmobil-Figuren (plus 32 Prozent). Auch Parfums (plus 10 Prozent) sowie Spielkonsonsolen (plus 36 Prozent) waren kurz vor den Weihnachtstagen 2015 signifikant teurer als in den Vormonaten.

Was wohl hauptsächlich daran liegt, dass die Nachfrage der Verbraucher ebenfalls höher ist als zu anderen Zeiten des Jahres. Nach Angaben des Preisvergleichsportals Idealo.de ist das Kaufinteresse von OnlineKäufern für Lego- und Playmobil-Spielfiguren von November an stark gewachsen: Die Suchanfragen seien um ganze 386 Prozent beziehungsweise 354 Prozent gestiegen – die Produkte werden also mehr als dreimal so häufig gesucht wie sonst. Ähnlich sieht es bei Schmuck (plus 298 Prozent), Parfum (plus 225 Prozent) und Spielkonsolen (plus 236 Prozent) aus. Um einiges teurer könnten in den kommenden Tagen aber auch analoge Retro-Kameras und Drohnen werden. Das Interesse an ihnen ist nach Angaben von Idealo.de in den vergangenen Wochen um 336 beziehungsweise 246 Prozent gestiegen.  

Schnäppchen beim Kauf einer Smartwatch

Relativ stabil seien momentan dagegen die Preise der Handys, sagt Nicole Berg, Sprecherin bei Guenstiger.de. Verbrauchern, die ein Smartphone verschenken wollen, empfiehlt sie, sich nach Modellen umzusehen, die bereits seit drei bis sechs Monaten auf dem Markt sind: „Aufgrund des natürlichen Preisverfalls nach Marktstart ist die Ersparnis bei diesen Geräten am größten.“

Daneben seien aber auch Bücher, Tablets, Notebooks und Haushaltsgeräte wie Staubsauger oder Küchenhelfer im Preis stabil, so Berg: „In den vergangenen Jahren waren größere Preisschwankungen selten.“ Das trifft auch auf Luxusartikel wie teure Uhren, Designerschmuck, Kaffeevollautomaten oder hochwertige Küchenmaschinen zu.

Ein Schnäppchen könnten Verbraucher bei dem Kauf einer Smartwatch machen. Da die Wearable-Hersteller mit schrumpfenden Absatzzahlen zu kämpfen haben, sei es möglich, dass Läden die Verbraucher mit Angeboten zum Kauf einer intelligenten Uhr verleiten wollen, sagt Berg.

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