Tipps zum Heizen Ein Grad weniger spart sechs Prozent Heizkosten

Von red/epd 

Das geht richtig ans Geld: Eine kuschelig warme Wohnung schluckt viel der im Haushalt verbrauchten Energie. Experten geben Tipps, wie sich Heizkosten sparen lassen.

Richtig Heizen will gelernt sein. Foto: dpa/Patrick Pleul
Richtig Heizen will gelernt sein. Foto: dpa/Patrick Pleul

Berlin - Wer die Heizung um nur ein Grad herunterdreht, kann nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) bis zu sechs Prozent Heizkosten sparen. Das gelte vor allem für Altbauwohnungen. In gut isolierten Neubauten falle die Einsparung etwas geringer aus. Da die Heizkosten aber mehr als zwei Drittel der Energiekosten einer Wohnung ausmachten, lohne sich das auf jeden Fall, erklärte der Nabu-Energieexperte Danny Püschel am Mittwoch in Berlin.

Empfehlungen für die Wohlfühl-Temperatur

Demnach empfehle das Umweltbundesamt für Wohn-, Ess- und Kinderzimmer 20 Grad als behagliche Raumtemperatur. Im Bad liege die Wohlfühl-Temperatur bei 22 Grad. In der Küche, wo Herd und Kühlschrank mitheizen und man ständig in Bewegung ist, seien dagegen 18 Grad ausreichend. Die Toilette sollte auf 16 Grad geheizt werden. Auch im Schlafzimmer seien 16 Grad die richtige Wahl für einen gesunden und erholsamen Schlaf.

Kuschelig warme Wohnung geht ins Geld

Eine kuschelig warme Wohnung schlucke über zwei Drittel der im Haushalt verbrauchten Energie, so der Energie-Experte. Das gehe ins Geld. Ein bundesdeutscher Haushalt zahle nach Angaben der Agentur für erneuerbare Energien im Schnitt rund 1.260 Euro pro Jahr an Heizkosten. Entsprechend groß sei das Sparpotenzial. Der Aufwand, Haus oder Wohnung winterfest zu machen und damit in der Heizperiode Energie und Geld sparen, sei dagegen vergleichsweise gering.