Tötungsdelikt in Stuttgart Bluttat am Fasanenhof beschäftigt Politiker im Netz

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Der mutmaßliche Messer-Mord am Fasanenhof ist eine entsetzliche Tat. Noch ist kaum etwas zu den Hintergründen bekannt, schon wird im Netz um die Deutungshoheit gerungen.

Alice Weidel nennt die Bluttat am Fasanenhof in einem Atemzug mit dem Kind, das in Frankfurt vor einen Zug gestoßen wurde. Foto: dpa
Alice Weidel nennt die Bluttat am Fasanenhof in einem Atemzug mit dem Kind, das in Frankfurt vor einen Zug gestoßen wurde. Foto: dpa

Stuttgart - Noch weiß man nicht, was hinter dem tödlichen Angriff auf einen 36-Jährigen steckt, den ein anderer Mann am Mittwoch am Fasanenhof auf offener Straße mit einem macheten- oder schwertähnlichen Gegenstand umgebracht hat. Mittlerweile ist der Tatverdächtige gefasst, Hintergründe sind noch nicht viele bekannt. Doch schon kochen die Emotionen dazu im Netz über. Erste Politiker melden sich zu Wort, nicht nur aus der Kommunalpolitik. Die AfD-Vizechefin Alice Weidel nennt die Bluttat in einem Atemzug mit dem Kind, das in Frankfurt vor einen fahrenden Zug gestoßen wurde. Besonders kontrovers diskutiert wird auch die Verbreitung eines Handyvideos in sozialen Netzwerken, das die Szenen vom Fasanenhof dokumentiert.

Alice Weidel schreibt zu dem Vorfall: „Kinder werden vor Züge gestoßen, Frauen findet man mit 70 Messerstichen in Koffern und Männer werden mit Macheten auf der Straße abgeschlachtet“

Weidels Einlassung bleibt nicht lange unkommentiert, der Stuttgarter SÖS-Stadtrat Luigi Pantisano kritisiert ihre Einordnung scharf:

Neben der wahrscheinlich etwas verfrühten Frage, wie die Bluttat in einem größeren oder politischen Kontext zu beurteilen ist, sorgt vor allem das Video von der Szene am Fasanenhof, das im Netz kursiert, für großen Unmut.

Eine Nutzerin schreibt dazu:

Ein anderer Nutzer hofft, dass sich die Polizei den Verbreitern des Videos annimmt:

An diesem Donnerstag wird der Tatverdächtige von der Polizei vernommen werden. Ersten Erkenntnissen nach lebten der mutmaßliche Täter und das Opfer gemeinsam in einer Wohngemeinschaft. Für das Opfer kam am Mittwoch trotz sofortiger Rettungsversuche jede Hilfe zu spät.

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