Top 20 Möbel mit Statement-Faktor

Ein Eisbär, der sich auf dem Sofa räkelt, ein roter Sessel in Herzform oder eine Pferde-Leuchte in Originalgröße: Sogenannte Statement-Pieces verleihen der Einrichtung Extravaganz und Individualität. Barbara Benz, Geschäftsführerin des Einrichtungsunternehmens architare, zeigt ihre Top 20 und erklärt, wie man Statement-Pieces gekonnt in Szene setzt.

Ein Statement-Piece par excellence: das Sofa “Pack” von Edra. Die extravagante Form ist von einer Eisscholle inspiriert, auf der sich ein Eisbär ausruht. Der Bezug aus Kunstfell macht das Sofa zur flauschigen Liegewiese.  Foto: Edra 22 Bilder
Ein Statement-Piece par excellence: das Sofa “Pack” von Edra. Die extravagante Form ist von einer Eisscholle inspiriert, auf der sich ein Eisbär ausruht. Der Bezug aus Kunstfell macht das Sofa zur flauschigen Liegewiese. Foto: Edra

Stuttgart - Wer die hohe Kunst des Einrichtens beherrscht, weiß, dass ein Interieur nicht nur Ruhe und Harmonie, sondern gleichzeitig Dynamik und Spannung ausstrahlen soll. Wie das am besten gelingt?

„Eine Möglichkeit sind Statement-Pieces“, erklärt Barbara Benz, Geschäftsführerin des Einrichtungsunternehmens architare. „So nennt man Möbel, aber auch Leuchten, Teppiche und Wohnaccessoires, die weit über den allgemeinen Mainstream hinausgehen. Statement-Pieces bereichern die Einrichtung mit ausgefallenen Formen und detailreichem Design. Manchmal rufen sie sogar starke Reaktionen hervor.“

Statement-Pieces sind Game-Changer: Sie verändern die Aura eines Raumes

Von manchen Statement-Pieces sei man sofort begeistert oder man lehne sie ab, so Barbara, kaum jemand stehe ihnen gleichgültig gegenüber. Ein wunderbares Beispiel hierfür sei das Sofa „Pack“ der italienischen Design-Firma Edra. Sieht man es das erste Mal, ist man vielleicht sogar kurz irritiert. Räkelt sich in der Mitte des Sofas etwa ein Eisbär? Tatsächlich dient ein auf der Seite liegender Bär als breite Lehne. Bezogen ist das 2,4 mal 3,7 Meter große Sofa mit einem angenehm weichen Kunstfell, das „Pack“ zugleich zum wunderbar kuscheligen Lounge-Möbel macht.

Ein extravagantes Statement-Piece, auf das viele von Benz‘ Kunden schon fast emotional reagieren, sei auch die „Horse Lamp“ von Moooi. Die Leuchte ist die Nachbildung eines Pferdes in Originalgröße. „Bei ihr stellt sich die Frage: ‚Ist das noch Design oder schon Kunst?“, so Benz. Mit Sicherheit ist sie ein Game-Changer, denn sie kann die Aura eines Raumes verändern.

Auch Designklassiker und stille Asketen sind Möbel mit Statement-Faktor

Statement-Pieces sind häufig auch Klassiker mit einer spannenden Geschichte und Mission, erklärt Barbara Benz. Sie stehen für eine Zeit, für eine Bewegung und für eine Haltung. Wie zum Beispiel der „Red and Blue Chair“ von Cassina. 1918 von Gerrit Rietveld entworfen, gilt er als eines der wichtigsten Objekte der Möbelgeschichte. Rietveld war Mitglied der Künstlergruppe „De Stijl“. Mit dem „Red and Blue Chair“ löste er den klassischen Sessel in eine geometrische Form auf. „So bewegt sich der Stuhl irgendwo zwischen Designobjekt und Sitzmöbel“, führt Barbara Benz aus. „Er erfüllt eine Funktion, ist dabei aber eher unbequem.“

„Statement-Pieces sind natürlich nicht immer opulent, extravagant oder gar unbequem“, erklärt Barbara Benz lachend. Ikonisches Design könne auch Minimalismus mit Komfort verbinden. Ein tolles Beispiel hierfür sei der „Atelier Chair“ von Walter Knoll. Er werde ganz zu Recht als ein leiser Asket bezeichnet, so Benz. Der Loungechair besteht – ganz im Sinne eines nachhaltigen Designs – ausschließlich aus Leder und Stahlrohr. Gleichzeitig ist er viel sinnlicher und bequemer als die klassischen Stahlrohrmöbel des Bauhauses. Denn der „Atelier Chair“, den die Designergruppe EOOS im Jahr 2012 entwarf, passt sich verschiedenen Sitzhaltungen an. Sowohl die Rückenlehne als auch die Nackenrolle lassen sich problemlos verstellen.

So setzt man Statement-Pieces in Szene

„Wie in der Mode funktionieren Statement-Pieces im Interieur nur dann, wenn man sie pointiert einsetzt,“ erklärt Barbara Benz. Denn Möbel mit Eyecatcher-Potential haben eine deutliche und unübersehbare Präsenz. Ähnlich wie man ein großformatiges Gemälde nicht zwischen viele kleine Bilder hängen würde, vertragen deshalb auch Statement-Möbel nur vereinzelt Konkurrenz in ihrem direkten Umfeld.

Ob die Statement-Stücke eher laut oder leise sind, hängt natürlich ganz von der Persönlichkeit der Bewohner und ihres individuellen Geschmacks ab. Um die Wünsche, den Lebensstil und Vorlieben unserer Kunden kennenzulernen, führen wir bei architare deshalb auch ausführliche Beratungsgespräche. So können wir Statement-Pieces und Einrichtungslösungen vorschlagen, die Ausdruckmittel der eigenen Persönlichkeit sind und zugleich die richtige Balance zwischen Harmonie und Spannung haben.

Auf der Suche nach Ihrem individuellen Statement-Piece? Lassen Sie sich in unserer Bildergalerie von der Top 20, die Barbara Benz und ihr architare Team zusammengestellt haben, inspirieren.