Top Five Die wohl schönsten Radwege der Welt

Von dane 

Prise Nervenkitzel gefällig? Unsere persönliche Top Five der abwechslungsreichten Radrouten der Welt sorgt für Glücksgefühle und den ein oder anderen Adrenalinkick.

Immer schön auf den Weg schauen. Denn leichtsinnige Fahrweise kann auf dem Camino de la Muerte, dem Weg des Todes in ... Foto: Shutterstock/mezzotint 10 Bilder
Immer schön auf den Weg schauen. Denn leichtsinnige Fahrweise kann auf dem "Camino de la Muerte", dem "Weg des Todes" in ... Foto: Shutterstock/mezzotint

Radfahren mit Blick auf herrliche Bergpanoramen, vorbei an Seen, durch Wälder und idyllische kleine Dörfer. Doch neben Postkartenlandschaften bieten manche dieser für uns schönsten Radwege der Welt noch etwas ganz besonderes - eine Prise Nervenkitzel, die das Adrenalin durch die Blutbahnen schießen lässt und Waden zu Höchstleistungen anspornt.

1. Weiche Knie auf dem "Weg des Todes" in Bolivien

Nomen ist Omen - der „Camino de la Muerte“, der "Weg des Todes", gilt als eine der gefährlichsten Radstrecken der Welt. Geführte Touren sind daher unbedingt empfehlenswert, wenn man die Yungas-Straße unversehrt meistern will. Durch Staub- und Nebelwolken fahrend gelangt man über den La-Cumbre-Pass durch den Regenwald im Amazonasbecken. Die Route schlängelt sich vorbei an Wasserfällen und nicht selten öffnen sich während der Fahrt gähnende Schluchten links oder rechts des schmalen Weges. Erschwert wird das Fahrrad-Abenteuer noch durch Lamas oder Lastwagen, die die Biker gefährlich nah an den Straßenrand zwingen. Auch wenn die Versuchung groß ist - von riskanten Selfies nahe des Abgrunds ist dringend abzuraten. Augen auf und auf die Straße gerichtet ist das Motto dieser Tour um mit heilen Knochen und stolz ins Ziel zu radeln. 

Beste Reisezeit: April bis November;  Schwierigkeit: Moderat, aber nichts für Angsthasen

2. Im Morgengrauen durch den Grand Canyon

Diese Tour ist etwas für Frühaufsteher! Denn Murmeltiere verpassen eine grandiose Show. Wer sich im Morgengrauen im Grand Canyon (Arizona) auf den Sattel schwingt, der erlebt ein wahres Farbenspektakel. Denn im Laufe des Tages färben sich die beeindruckenden Felsformationen von Rosa über Gelb bis hin zu einem glühenden Orange. All das lässt sich genießen, ohne groß außer Puste zu kommen. Denn der 20 Kilometer lange Rim Trail ist ein einfacher Weg, der sowohl zu Fuß als auch auf dem Fahrrad gemeistert werden kann und einige fantastische Aussichtspunkte bietet. Hopi Point etwa, ist mit seiner endlosen, unverstellten Sicht der ideale Ort, um den farbenprächtigen Sonnenuntergang zu bestaunen. Bei der Planung sollte allerdings bedacht werden, dass es im Sommer schwere Gewitter und im Winter Eisglätte geben kann. 

Beste Reisezeit: Ganzjährig;  Schwierigkeit: Leicht

3. Höhenluft schnuppern in Kanada

In den dichten Wäldern rund um den Whistler Mountain im gleichnamigen Ort Whistler hilft ein guter Orientierungssinn. Und ordentlich Puste in den Lungenflügeln. Dann lässt sich das erhebende Gefühl auf 2000 Metern Höhe richtig genießen. Durchatmen und gleich zwei Berge mit hunderten von Radwegen sowie einem Fahrradpark mit abwärts verlaufenden Strecken erobern. Wer Gas gibt kann sich den Fahrtwind auf der rasanten Abwärtsroute mit spektakulären Ausblicken um die Nase wehen lassen. Für Einsteiger empfiehlt sich der Lost Lake mit seinen gepflegten Radwegen, die allesamt in der Nähe der fußgängerfreundlichen Ortschaft Whistler Village verlaufen. Bei aller Begeisterung - bremsen zwischendurch nicht vergessen und nach Bären Ausschau halten.

Beste Reisezeit: Mai bis Oktober; Schwierigkeit: Simpel bis herausfordernd

4. Endlos lange Sommertage genießen auf den Lofoten

Stille und Einsamkeit - nur der Wind pfeift um die Ohren und die salzig-würzige Meeresluft kitzelt in der Nase. Die Westfjordroute entlang der Inselgruppe der Lofoten ist was für einsame Mountainbike-Wölfe. Aber macht freilich auch im Radler-Rudel Spaß. Sie führt durch ruhige Fischerdörfer mit typisch norwegischen Bootshäusern. In deren Vorgärten trocknen die Fische an langen Stöcken. Ständiger Begleiter auf der Strecke - das schroffe Berpanorama, ein echter Atemräuber. Tipp: Für ein waschechtes Nordskandinavien-Erlebnis sorgt die Mitternachtssonne, die die tage scheinbar nicht enden lässt und viel Zeit für den Radelspaß lässt.

Beste Reisezeit: Mai bis Juli; Schwierigkeit: Entspannt

5. Für Träumer und Nachtschwärmer auf zwei Rädern

Kurz aber heftig - den Van Gogh-Roosegaarde-Radweg vergisst kein Biker so schnell. Nur 600 Meter lang windet er sich zwischen der Wassermühle Opwettense in Nuenen und der Wassermühle Collse in Eindhoven (Niederlande). Beide hat der berühmte niederländische Maler in seinen Werken verewigt. Die Strecke ist quasi ein Freiluftmuseum mit Orten, die Van Gogh inspirierten. Doch nachts wird es erst richtig genial. Denn dann haben Zweiradfans tausende leuchtende, mit Solarstrom betriebenen Muscheln in wirbelnden Mustern unter den Reifen. Sie versetzen Träumer und Schwärmer in das bekannte Werk "Sternennacht" von Van Gogh.

Beste Reisezeit: Ganzjährig; Schwierigkeit: Traumhaft leicht

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