Tor-Gala nach Kabinen-Titel FC Bayern wieder Meister

Für die Münchner ist es die neunte Meisterschaft nacheinander. Foto: MoMue / via Mladen Lackovic/Moritz Mueller
Für die Münchner ist es die neunte Meisterschaft nacheinander. Foto: MoMue / via Mladen Lackovic/Moritz Mueller

Mit einer Tor-Gala hat der FC Bayern seine 31. Meisterschaft gefeiert. Die Entscheidung fiel aber schon vor dem Anpfiff. Der BVB schoss die Münchner durch einen verrückten Sieg gegen Leipzig zum neunten Meistertitel nacheinander.

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Berlin - Der FC Bayern München hat seine 31. deutsche Fußball-Meisterschaft mit einer Tor-Gala gekrönt. Beim 6:0 (4:0) im Heimspiel am Samstagabend gegen Borussia Mönchengladbach zeigten die Bayern einmal mehr, warum sie in Deutschland momentan keinen Gegner zur fürchten haben - den Titel allerdings hatten sie zuvor schon in der Kabine gewonnen.

Weltfußballer Robert Lewandowski mit einem Dreierpack in der 2., 34. und 66. Minute (Handelfmeter), Thomas Müller (23.), Kingsley Coman (44.) und Leroy Sané (85.) erzielten die Münchner Treffer. Lewandowski fehlt nun nur noch ein Treffer, um den 49 Jahre alten Bundesliga-Torrekord von Gerd Müller einzustellen.

Neunte Meisterschaft nacheinander

Schon vor Anpfiff stand der Titelgewinn fest, weil der Tabellenzweite RB Leipzig am Samstagnachmittag mit 2:3 (0:1) bei Borussia Dortmund verlor. Damit konnten die Münchner nicht mehr von Platz eins verdrängt werden. „Natürlich hat sich jeder auch ein bisschen gefreut“, sagte der am Saisonende scheidende Bayern-Trainer Hansi Flick bei Sky. Es sei für ihn „ein Genuss“ gewesen, mit dieser Mannschaft arbeiten zu dürfen, betonte der 56-Jährige.

Für die Münchner ist es die neunte Meisterschaft nacheinander, nach dem Triple der Vorsaison in diesem Jahr jedoch der einzige Titel. Im DFB-Pokal waren sie in der 2. Runde gegen den Zweitligisten Holstein Kiel ausgeschieden. In der Champions League scheiterten sie als Titelverteidiger im Viertelfinale an Paris Saint-Germain.

Wichtige Duelle stehen am Sonntag an

Weiter auf Königsklassen-Kurs ist der VfL Wolfsburg. Der Tabellendritte (60 Punkte) setzte sich gegen Union Berlin mit 3:0 (1:0) durch. Die bereits abgestiegenen Schalker mussten trotz einer 2:0-Halbzeitführung noch eine 2:4-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim hinnehmen. Werder Bremen (31) kam im Abstiegskampf mit einem 0:0 gegen Bayer Leverkusen immerhin zu einem Zähler.

Wichtige Duelle im Kampf um den Klassenerhalt stehen am Sonntag an. Hertha BSC will seinen Aufwärtstrend nach der Quarantäne-Zwangspause auch gegen Arminia Bielefeld (beide 30 Punkte) fortsetzen. Der Tabellenvorletzte 1. FC Köln (29) empfängt den SC Freiburg. Eintracht Frankfurt möchte gegen den FSV Mainz 05 seine Chance auf die Champions League wahren, die Mainzer wiederum können mit einem Sieg den Klassenerhalt perfekt machen.

Gewaltiger Schritt in Richtung Königsklassen-Teilnahme

Die Voraussetzungen vor den Nachmittagspartien waren klar. Vor zwei Wochen hatten die Bayern ihre erste Meisterchance durch eine Niederlage in Mainz noch verpasst, jetzt sicherten sie sich den Titel quasi beim Aufwärmen vor der Partie gegen Gladbach dank der Dortmunder Schützenhilfe. Marco Reus (7. Minute) und Jadon Sancho (51./87.) erzielten die Tore für den BVB (58 Punkte), der als Vierter seine Champions-League-Chance wahrte. Lukas Klostermann (63.) und Dani Olmo (77.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich für die Leipziger. Beide Teams treffen bereits am kommenden Donnerstag im Endspiel um den DFB-Pokal erneut aufeinander.

In Sinsheim sah es eine Halbzeit lang tatsächlich nach einem seltenen Schalker Auswärtssieg aus. Mark Uth (12.) und Shkodran Mustafi (42.) schossen eine 2:0-Pausenführung heraus, doch Andrej Kramaric (47.), Kevin Akpoguma (51.), Christoph Baumgartner (60.) und Ihlas Bebou (64.) drehten die Partie zugunsten der Kraichgauer.

Wolfsburgs Matchwinner war Dreifach-Torschütze Josip Brekalo (12./63./90.), womit dem VfL ein gewaltiger Schritt in Richtung Königsklassen-Teilnahme gelang. Keine Tore fielen in Bremen. Werder verbuchte zwar einen Punkt für die Moral, verpasste es aber auch, sich mit einem Heimsieg etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.




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