Mit einer ganz starken Parade in der Nachspielzeit hat VfB-Torhüter Alexander Nübel den Stuttgartern beim 1:1 gegen Union Berlin am Sonntag den einen Punkt festgehalten. Auch an diesem Donnerstagabend (21 Uhr/RTL) im Europa-League-Spiel bei der AS Rom hat der 29-Jährige viel vor.
„Wir sind sehr gut ins neue Jahr gestartet. Ich habe hier in Rom noch nie gespielt – und bin gespannt, wie die Stimmung auf den Rängen sein wird. Sportlich wird es sehr schwer. Wir spielen gegen einen großen Verein mit sehr vielen namhaften Akteuren, die gerne die Eins-gegen-Eins-Situation suchen“, sagt der VfB-Schlussmann auf der Pressekonferenz im Stadio Olimpico vor dem Duell gegen den Vierten der Serie A von Trainerfuchs Gian Piero Gasperini (früher Atalanta Bergamo). Die Römer haben in 21 Ligaspielen gerade mal zwölf Gegentore hinnehmen müssen.
Nach einigen Patzern zu Rundenbeginn ist Nübel inzwischen der große Rückhalt der Stuttgarter. Wie aber geht es mit ihm nach Saisonende weiter? An den VfB ist er noch bis zum Ende der Saison ausgeliehen, besitzt beim FC Bayern noch einen Vertrag bis 2030. „Ich bin sehr gelassen geworden in der Hinsicht. Ich habe noch lange Vertrag in München – und bin sehr happy hier beim VfB“, sagt Nübel: „Ich werde mir erst nach Ende der Runde größere Gedanken machen, was im Sommer passiert. Das hängt ja nicht alles von mir ab.“
Einen weiteren Fingerzeig, wie es weitergehen könnte, dürfte Nübel Ende März erhalten. Dann wird FCB-Torhüter-Urgestein Manuel Neuer 40 Jahre alt – und hat bereits angekündigt, sich dann zu seiner eigenen Zukunft äußern zu wollen.
Beim VfB wird bereits der junge Dennis Seimen als Nachfolger von Nübel für die neue Saison gehandelt, da nicht davon auszugehen ist, dass die Bayern wie zuletzt den Stuttgartern einen Nationaltorwart überlassen – und zudem weite Teile des Gehaltes von Nübel bezahlen werden, das bei rund zehn Millionen Euro pro Saison liegt.
Da der Keeper aus Ostwestfalen kommt, schaut er „fast alle Spiele“ des SC Paderborn an. Mit Seimen im Tor. „Ich freue mich extrem für ihn, dass er so eine gute Saion spielt. Er macht es überragend“, sagt Nübel: „Dennis hat schon beim VfB in der dritten Liga einen extrem guten Start in den Profifußball gehabt – und führt das jetzt so weiter. In dem Alter ist das schon sehr, sehr stark. Da habe ich noch nicht so hoch gespielt.“