Torhüter des VfB Stuttgart Dennis Seimen – der Plan hinter dem neuen Vertrag
Der VfB Stuttgart hat den Vertrag mit Dennis Seimen bis 2029 verlängert. Das hat der Club mit dem 18-jährigen Torhüter vor.
Der VfB Stuttgart hat den Vertrag mit Dennis Seimen bis 2029 verlängert. Das hat der Club mit dem 18-jährigen Torhüter vor.
Es gab im Grunde ja schon bedeutsamere Nachrichten aus dem weiß-roten VfB-Kosmos. Die Stuttgarter jedenfalls haben den Vertrag mit dem Torhüter der zweiten Mannschaft bis zum Jahr 2029 verlängert. Eine Banalität ist das aber lediglich auf den ersten Blick. Denn: Es geht ja um Dennis Seimen. Und mit dem Keeper verfolgt der VfB Stuttgart einen besonderen Plan.
„Dennis“, sagt Fabian Wohlgemuth, der Sportvorstand der Stuttgarter, „verkörpert auf der Torhüter-Position die Zukunft des VfB.“ Und zwar in der Bundesliga, nicht in der Dritten Liga, wo der Keeper derzeit eingesetzt wird.
„Ich werde weiterhin hart dafür arbeiten, um eines Tages im Brustring vor der Cannstatter Kurve im Tor zu stehen“, sagt Dennis Seimen – obwohl er gerade einmal 18 Jahre alt ist.
Überzogenes Selbstbewusstsein wird ihm beim VfB dennoch niemand vorwerfen. Denn auf den gebürtigen Heilbronner halten sie an der Mercedesstraße schließlich große Stücke. Zunächst war man sogar derart vom Nachwuchsmann überzeugt, dass man ihm auch einen sehr schnellen Wechsel ins Bundesligator zugetraut hätte. Dann aber kam es doch ein bisschen anders.
Der VfB lieh zwar Alexander Nübel zunächst nur für ein Jahr vom FC Bayern aus – auch, um den Platz im Tor nicht auf ewig zu blockieren. Dennis Seimen aber konnte eben diese vergangene Saison nicht komplett nutzen, um im Kasten der VfB-U-21 zu reifen. Lange Zeit setzten ihn hartnäckige Rückenprobleme außer Gefecht.
Am Ende war er dennoch noch einer der Garanten für den Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Dritte Liga. Der Sprung nach oben – abseits regelmäßiger Trainingseinheiten – wurde aber noch einmal verschoben. Auch, weil die Herausforderungen für die Profimannschaft ganz andere geworden sind, als es vor einem Jahr noch denkbar gewesen ist. Der VfB kickt in der Champions League. Und hier kann Alexander Nübel als einer der Wenigen im Kader schon Erfahrung von wenigstens vier Spielen vorweisen.
Mit dem Ex-Schalker wurde um zwei Jahre verlängert, weiterhin auf Basis einer Leihe vom FC Bayern. Dort ist Nübel gefragt, wenn Manuel Neuer nicht nur seine Karriere in der Nationalmannschaft, sondern auch beim Rekordmeister beendet. Das kann in zwei Jahren der Fall sein, aber auch schon in einem – trotz des vereinbarten Leihgeschäfts über 24 Monate.
Beim VfB soll nach der Ära Nübel jene des Dennis Seimen beginnen. Aktuell ist er zwar Stammkeeper im Drittligateam, trainiert aber regelmäßig mit dem Torwartteam um Alexander Nübel und Fabian Bredlow, zu dem auch Neuzugang Stefan Drljaca gehört, der vor der Saison aus Dresden kam. Für den Champions-League-Kader ist aber Seimen ebenso gemeldet wie für den Wettbewerb in der Youth League.
„Dennis hat sich in den vergangenen Jahren beim VfB hervorragend entwickelt und schon jetzt ein sehr hohes Niveau erreicht“, lobt der Sportvorstand Wohlgemuth, der den Torwart-Plan des Clubs damit bestätigt sieht. Entsprechend langfristig ist der neue Vertrag für das Talent zwischen den Pfosten.