Torhüter des VfB Stuttgart Die späte Rückkehr von Florian Müller

Üben für den Ernstfall: VfB-Torwart Florian Müller Foto: Baumann/Alexander Keppler

Nach seinem positiven Coronatest hat VfB-Torwart Florian Müller wochenlang gebraucht, um wieder fit zu werden. Jetzt steht der 24-Jährige vor einer großen Herausforderung.

Stuttgart - Florian Müller musste sich lange gedulden. Mehr als fünf Wochen ist es her, dass sich der Torhüter des VfB Stuttgart trotz doppelter Impfung mit dem Coronavirus infiziert und vorübergehend in häusliche Isolation zurückgezogen hat. Erst jetzt ist er wieder voll einsatzfähig und soll am Samstag (15.30 Uhr) im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund ins Tor zurückkehren.

 

Am Beispiel der VfB-Keeper lässt sich erkennen, wie unterschiedlich auch vollständig geimpfte Kicker vom Virus beeinträchtigt werden können. Fabian Bredlow, die Nummer zwei der Stuttgarter, war fünf Tage vor Müller ebenfalls positiv getestet worden – da keine Symptome auftraten, konnte er dank eines negativen Tests schon wenige Tage später weitermachen. Im Spiel bei Borussia Mönchengladbach (1:1) übernahm der 26-Jährige erstmals die Vertretung Müllers.

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Anders als Bredlow zeigte der Stammkeeper nach seiner Infektion zumindest leichte Krankheitssymptome, weshalb Müller auch nach dem Ende der häuslichen Quarantäne kürzertreten musste und viel Zeit benötigte, um wieder in den Vollbesitz seiner Kräfte zu kommen. Er habe noch nicht „das alte Energie- und Fitnesslevel“, so begründete VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo immer wieder Müllers wochenlanges Fehlen.

Der im Sommer vom 1. FSV Mainz gekommene Torhüter verpasste nicht nur die Partie in Gladbach, sondern auch die anschließenden drei Bundesliga-Duelle gegen Union Berlin (1:1), den FC Augsburg (1:4) und Arminia Bielefeld (0:1) sowie das Pokalduell mit dem 1. FC Köln (0:2). Voll trainieren kann Müller, seit vergangenem Samstag 24 Jahre alt, erst wieder seit Beginn der Länderspielpause, in der er im Testspiel gegen den FC Zürich (1:0) zu neuer Spielpraxis kam.

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Zu einem Sieg ist der VfB ohne Müller zwar nicht gekommen – doch hat sich Bredlow mit Ausnahme von zwei unglücklichen Gegentoren in Augsburg als weitgehend zuverlässiger Ersatzmann erwiesen. Dass die Torhüterhierarchie beim VfB dennoch unverändert bleibt – das hat Pellegrino Matarazzo bereits zu Beginn von Müllers Ausfallzeit erklärt und auch in den Wochen darauf bekräftigt. Er habe sich zu Saisonbeginn auf den Neuzugang festgelegt, sagte der VfB-Trainer, daran gebe es nichts zu rütteln.

Also wird Florian Müller in Dortmund sein Comeback feiern und in Gregor Kobel seinem Vorgänger im VfB-Tor gegenüberstehen. An Gelegenheiten, sich auszeichnen zu können, dürfte es der neuen Stuttgarter Nummer eins im Duell mit dem Champions-League-Teilnehmer nicht fehlen.

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