Eine Überraschung war es nicht mehr, nun aber besteht endgültig Gewissheit: Der FC Bayern und Manuel Neuer setzen ihre Zusammenarbeit noch einmal ein weiteres Jahr fort. Der Torhüter hat seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bis 2026 verlängert.
„Wir freuen uns sehr, dass diese einzigartig erfolgreiche Beziehung weitergeht“, sagte danach Max Eberl, der Sportvorstand des FCB. CHristoph Freund, der Sportdirektor, ergänzte: „Wir freuen uns, dass wir mit ihm auch in der nächsten Saison unsere Ziele angehen werden.“ Und Manuel Neuer, mittlerweile 39 Jahre alt, erklärte: „Ich bin noch immer hungrig und freue mich auf ein weiteres Jahr in diesem besonderen Verein.“ Worüber keiner ein Wort sagte am Montag: über Alexander Nübel.
Der 28-Jährige steht seit eineinhalb Jahren im Tor des VfB Stuttgart – allerdings lediglich auf Leihbasis. Seinen eigentlichen Vertrag besitzt er beim FC Bayern, er läuft bis 2029 und wurde im Frühjahr 2024 verlängert. Damals wurde auch das zunächst einjährige Leihgeschäft mit dem VfB um zwei weitere Spielzeiten verlängert. Allerdings gab es die Option einer vorzeitigen Rückkehr nach München, da seinerzeit noch nicht absehbar war, ob Manuel Neuer über 2025 hinaus im Tor stehen wird.
Nun ist das geklärt, weshalb die Stuttgarter bis Sommer 2026 mit Alexander Nübel planen können. Wie es dann weitergeht, ist sowohl in Stuttgart wie auch in München offen. Bei den Bayern steht Nübel dann weiter unter Vertrag, allerdings haben die Münchner jüngst auch das Torwarttalent Jonas Urbig (21) vom 1. FC Köln verpflichtet.
Der VfB indes wird sich auch in eineinhalb Jahren das üppige Gehalt des Keepers nicht leisten können. Derzeit teilen sich die Stuttgarter mit dem Rekordmeister die laufenden Kosten für Alexander Nübel.
Am Dienstag (20.45 Uhr/ARD) steht der Keeper auch im DFB-Pokal-Viertelfinale des VfB gegen den FC Augsburg im Tor, obwohl bisher der Ersatzkeeper Fabian Bredlow im Cupwettbewerb den Vorzug erhalten hatte. In der Nationalmannschaft liefert sich Nübel ein Fernduell mit Oliver Baumann um die Nummer-eins-Position in Abwesenheit des verletzten Marc-André ter Stegen.