Torhüter des VfB Stuttgart Nübel über seine Zukunft: „Mein Berater hält viel von mir weg“

Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen: der VfB-Torwart Alexander Nübel Foto: Pressefoto Baumann

Der Nationalkeeper spielt gegen den VfL Wolfsburg einmal mehr zu null – und spricht im Anschluss über seine Perspektiven sowie den Austausch mit dem Torwarttrainer des FC Bayern.

Sport: Carlos Ubina (cu)

Alexander Nübel geht es gut. Er fühlt sich wohl beim VfB Stuttgart und sportlich läuft es für den Torhüter des Pokalsiegers. Beim 4:0 gegen den VfL Wolfsburg hielt der 29-Jährige zum neunten Mal in dieser Bundesligasaison seinen Kasten sauber. Viel bekam er gegen die schwachen Niedersachsen zwar nicht zu tun, aber in allen Szenen wirkte der Schlussmann sicher und souverän. „Ich bin sehr zufrieden. Dass ich wieder kein Gegentor kassiert habe, liegt auch daran, dass wir defensiv alle an einem Strang ziehen und homogen zusammenarbeiten“, sagt Nübel. Also alles gut? Im Grunde ja, wenn da nur nicht die ungeklärte Zukunft des Fußballprofis wäre.

 

Nübels Leihvertrag beim VfB läuft zum Saisonende nach insgesamt drei Jahren aus. Wie es für den Schlussmann weitergeht, ist offen. Denn sein Kontrakt beim FC Bayern ist insgesamt bis 2030 datiert. Doch wie sich der Rekordmeister aus München auf dem Posten zwischen Pfosten in der nächsten Spielzeit aufstellen wird, ist noch offen. Manuel Neuer, Jonas Urbig, Alexander Nübel – die Optionen sind stark und Nübel gibt sich entspannt: „Wenn die Bayern sehen, dass ich spielen soll, dann ja. Wenn nicht, dann ist es so“, sagt Nübel, der sich in den nächsten Wochen auf die Aufgaben mit den Stuttgarter konzentrieren will.

Nübel strebt WM-Teilnahme an

Bundesliga, DFB-Pokal, Europa League – diesen Dreiklang an Wettbewerben will Nübel möglichst erfolgreich bestreiten. Um Titel zu gewinnen und seine Position zu stärken. Auf Vereinsebene, aber ebenso in der Nationalmannschaft. Der ehrgeizige Torhüter strebt im Sommer eine WM-Teilnahme in Nordamerika an. Dazu will der Ostwestfale vor allem Ruhe um sich herum haben. Verhandlungen hin, Entscheidungen her. „Mein Berater hält viel von mir weg, da er die Gespräche mit den Bayern-Verantwortlichen übernimmt“, sagt Nübel.

Wo spielt Nübel in der kommenden Saison? Foto: IMAGO/Eibner

Stefan Backs begleitet die Karriere schon lange. Der Keeper selbst steht in Kontakt mit dem Münchner Torwarttrainer Michael Rechner. „Da ist der Austausch sehr gut“, sagt der Noch-Stuttgarter. Dass der VfB Nübel über die Saison hält, ist zwar nicht unmöglich, gilt aber als unwahrscheinlich. Da ist zum einen das hohe Gehalt von knapp elf Millionen Euro im Jahr, das zum größten Teil vom FC Bayern übernommen wird (sieben Millionen Euro). Ein Kauf des Torwarts dürfte zudem an der zu hohen Ablöseforderung aus München scheitern. Zumal es in Stuttgart den Plan mit Dennis Seimen gibt.

Das Eigengewächs, das zurzeit an den Zweitligisten SC Paderborn ausgeliehen ist und dort überzeugt, soll den Platz im VfB-Tor einnehmen. Darüber sind sich im Clubhaus mit dem roten Dach im Moment alle einig: die sportliche Leitung mit Trainer Sebastian Hoeneß sowie Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und Sportdirektor Christian Gentner. Und auch der Vorstandschef Alexander Wehrle schaut genau auf die Personalie, da sich Seimens langer Ausbildungsweg für den VfB auszahlen soll.

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