Torhüter des VfB Stuttgart „Überragend“ – Stefan Drljaca über den Konkurrenzkampf und seine Ziele

Stefan Drljaca kam in der Sommerpause von Dynamo Dresden zum VfB. Foto: Baumann

Der Neuzugang zwischen den Pfosten erklärt, warum er sich realistische Chancen auf Einsätze in der kommenden Saison ausrechnet – und was das mit seinen Erfahrungen in Dortmund zu tun hat.

Sport: David Scheu (dsc)

Stefan Drljaca ist erst wenige Wochen beim VfB Stuttgart, stand aber schon mehrfach im Fokus. Erst durch seine Paraden im Testspiel gegen den FC Luzern (0:0), mit denen er die Null hielt. Dann durch sein kurioses Aushelfen beim Gegner Fortuna Sittard (3:0), als er aufgrund eines akuten Torwart-Mangels der Niederländer deren Tor hütete. „Testspiel-Minuten sind Testspiel-Minuten“, sagte Drljaca im Anschluss lapidar. Die habe er deshalb sehr gerne mitgenommen.

 

Im Stuttgarter Torhüterteam fühlt er sich bereits nach wenigen Wochen pudelwohl. Das Klima sei „überragend. Ich wurde super aufgenommen“, so der Neuzugang von Dynamo Dresden, der den Kaderplatz von Florian Schock eingenommen hat. Der auslaufende Vertrag des Eigengewächses aus Ostfildern war nicht verlängert worden, inzwischen spielt Schock bei Fortuna Düsseldorf.

69 Drittliga-Spiele für Dynamo Dresden und den BVB

Die Rangordnung im Stuttgarter Tor für das anstehende Jahr ist dabei klar: Alexander Nübel geht als Nummer eins in die kommende Saison, dahinter sollen Fabian Bredlow (seit 2019 im Verein) und eben Drljaca den Konkurrenzkampf hochhalten. Der vierte im Bunde ist Dennis Seimen, der bei der Bundesliga-Mannschaft mittrainiert und bei der U 21 in der dritten Liga Spielpraxis auf Profiniveau sammeln soll – um so mittelfristig als neuer Stammtorhüter des VfB aufgebaut zu werden.

Das ist Zukunftsmusik, in der Gegenwart will Drljaca die Herausforderung beim Bundesligisten aus Bad Cannstatt annehmen. „Es ist überall so, dass das Leistungsprinzip zählt, jeder kämpft natürlich um seine Position“, sagt der 25-Jährige. Es gelte einfach, sich anzubieten. „Und da sind wir alle ehrgeizig genug, nach der höchstmöglichen Position zu streben.“

Dass er dabei realistische Chancen auf Einsätze für den VfB sieht, liegt auch am hohen Stuttgarter Pensum mit zahlreichen englischen Wochen aufgrund der Champions League. „Ich kenne das aus Dortmunder Zeiten. Da geht es sehr heiß her mit einer sehr hohen Belastung“, so der Torhüter, der für den BVB II und Dynamo Dresden in den vergangenen drei Jahren insgesamt 69 Drittliga-Spiele absolvierte.

In einem ähnlichen Sinne hatte sich auch Sportvorstand Fabian Wohlgemuth bei Drljacas Vorstellung geäußert. „Aufgrund der Teilnahme an der Champions League und des Aufstiegs unserer U 21 in die dritte Liga ist es besonders wichtig, dass wir für die neue Saison auf ein qualitativ und quantitativ starkes Torhüter-Team bauen können.“ Drljaca bringe alle Voraussetzungen mit, um sich schnell im Club zurecht zu finden und ein wichtiger Bestandteil der Torhütergruppe zu werden. Das will er nun zeigen.

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