Torwartfrage beim VfB Stuttgart Dickes Bayern-Lob für Urbig – wie geht es für Nübel weiter?

In starker Form – und mit mehreren möglichen Wegen ab Sommer: Alexander Nübel Foto: Baumann/Alexander Keppler

Der FCB-Boss äußert sich zur Torhüter-Konstellation der Münchner. Was bedeutet das für Alexander Nübel? Ein Blick auf die Lage und die Perspektiven des VfB-Keepers.

Sport: David Scheu (dsc)

Wer steht nächste Saison im Tor? Diese Frage ist beim FC Bayern wie auch beim VfB Stuttgart noch völlig offen – wobei die Konstellationen beider Clubs eng miteinander verbunden sind. Verlängert Manuel Neuer (39) beim Rekordmeister nicht, stünden als Nachfolge-Kandidaten die derzeitige Nummer zwei Jonas Urbig oder eben der Stuttgarter Torhüter Alexander Nübel bereit, der bis Saisonende vom FCB an den VfB ausgeliehen ist.

 

Nun hat sich der Münchner Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen geäußert – und einen Akteur in den höchsten Tönen gelobt. Eine Garantie für den Platz zwischen den Pfosten erhielt Jonas Urbig zwar nicht, aber: Der Bayern-Boss thematisierte die Nachfolge-Frage schon sehr konkret. „Manuel Neuer hat es sich zur Aufgabe gemacht, Jonas als seinen Nachfolger ein Stück weit mit aufzubauen und seine Erfahrung weiterzugeben“, sagte Dreesen im BR. Das sehe man auch im Training, wenn die beiden miteinander sprechen würden: „Und das ist eine große Freude.“

Der FC Bayern zahlt einen Großteil von Nübels Gehalt

Urbig habe sein Potenzial schon in vielen Spielen gezeigt, so der Vorstandschef weiter: „Dass er das eine oder andere an Erfahrung und Spielpraxis für sich erarbeiten muss, das ist klar. Das sieht man ja auch. Deswegen hat er viel mehr Spiele als alle anderen vor ihm. Und ich hoffe, dass er diesen Weg weitergeht.“ Damit bestätigte Dreesen erneut die hohe interne Wertschätzung für Urbig, der sich in der Pole Position für den Platz im Münchner Kasten wähnen darf.

Verstehen sich: Manuel Neuer (rechts) und Jonas Urbig Foto: IMAGO/Sven Simon

Und Nübel? Dessen Zukunft ist offen. Eine Rückkehr nach München im Sommer wird nur dann ein Thema, wenn sowohl Neuer seiner Karriere beendet als auch der Rekordmeister auf den derzeitigen Stuttgarter setzt. Ob beides eintritt, ist ungewiss. In Stuttgart steht derweil in Dennis Seimen ein möglicher Nachfolger parat, der derzeit als Leihspieler beim SC Paderborn in der zweiten Liga starke Leistungen zeigt. Hinzu kommt: Momentan zahlen die Bayern rund zwei Drittel von Nübels Gehalt, das bei rund zehn Millionen Euro liegen soll. Dimensionen, die das Stuttgarter Gehaltsgefüge deutlich sprengen würden. Der Torhüter müsste bei einem Verbleib in Stuttgart also erhebliche finanzielle Abstriche machen.

Damit ist es ein realistisches Szenario, dass Nübel ab Sommer weder in Stuttgart noch in München spielen wird. Der formstarke Torhüter selbst gibt sich in der Causa entspannt und hatte im Januar betont: „Ich bin sehr gelassen geworden in der Hinsicht. Ich habe noch lange Vertrag in München – und bin sehr happy hier beim VfB“, so Nübel, dessen Arbeitspapier beim FCB noch bis 2030 läuft: „Ich werde mir erst nach Ende der Runde größere Gedanken machen, was im Sommer passiert. Das hängt ja nicht alles von mir ab.“

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