Mehr als zweieinhalb Jahre nach der verheerenden Terrorserie ist die Finanzmetropole Mumbai erneut von Anschlägen erschüttert worden.
Neu Delhi - Bei drei fast zeitgleichen Explosionen in der indischen Finanzmetropole Mumbai sind Behördenangaben zufolge mindestens 17 Menschen getötet und 81 verletzt worden. Indiens Innenminister Palaniappan Chidambaram sagte, aufgrund der kurzen Zeitabstände zwischen den Explosionen im Berufsverkehr am Mittwochabend (Ortszeit) habe man gefolgert, dass es sich um einen koordinierten Terrorangriff gehandelt habe.
Die Detonationen ereigneten sich nach Polizeiangaben an besonders belebten Orten: Im Viertel Dadar in der Innenstadt, am berühmten Juwelier-Basar und im Geschäftsviertel Opera House. Auf Fernsehbildern der Tatorte war zu sehen, wie bewaffnete Polizei die Anschlagsorte abriegelten.
Sollte sich die Einstufung als Terroranschlag bestätigen, wäre dieses der erste derartige Angriff seit im November 2008 in Mumbai 166 Menschen getötet wurden. Bewaffnete hatten unter anderem zwei Luxushotels gestürmt.
Die damaligen Angriffe wurden einer aus Pakistan operierenden fundamentalistischen Organisation angelastet. Die pakistanische Regierung sprach kurz nach den Explosionen am Mittwoch ihr Beileid aus.