Toter im Neckar in Esslingen Polizei schließt Fremdeinwirkung aus

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Die Polizei hat ihre Ermittlungen zu dem toten Mann, der aus dem Neckar in Esslingen geborgen wurde, abgeschlossen. Wie genau der 21-Jährige ins Wasser gelangte, bleibt weiterhin offen.

Insgesamt rund 50 Einsatzkräfte waren bei der Suche nach dem Mann im Neckar im Einsatz. Foto: SDMG/ Kohls 9 Bilder
Insgesamt rund 50 Einsatzkräfte waren bei der Suche nach dem Mann im Neckar im Einsatz. Foto: SDMG/ Kohls

Esslingen - Im Fall des verstorbenen 21-Jährigen, der am Montagabend aus dem Neckar geborgen worden war, schließt die Polizei ein Fremdverschulden aus. „Das war Gegenstand der Ermittlungen, und das können wir mit Sicherheit ausschließen“, sagt Andra Kopp vom zuständigen Polizeipräsidium in Reutlingen. Allerdings sei weiterhin offen, ob es sich bei dem Vorfall um einen Suizid oder einen Unfall handele.

Am Montagabend hatte eine Zeugin um 17.23 Uhr über den Notruf mitgeteilt, dass im Bereich des Alicenstegs eine lebende Person in der Mitte des Neckars in Richtung Stuttgart treiben würde. Laut der Polizei warfen Passanten einen Rettungsring ins Wasser. Die Polizei und Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot aus. Ein Beamter versuchte durch seinen Einsatz im Wasser den 21-Jährigen zu retten, was ihm jedoch nicht gelang. Später am Abend bargen Taucher den Toten.

Anschließend suchte die Polizei mit Hubschraubern das Ufer nach Spuren ab. „Auch dort haben wir keine Anhaltspunkte für einen Unfall finden können. Wie genau der Mann ins Wasser gelangte, konnten wir nicht herausfinden“, so die Polizeisprecherin. Allerdings seien laut Kopp auch keine Anhaltspunkte für einen Suizid, wie etwa ein Abschiedsbrief, im Umfeld des Mannes, der in einer Esslinger Betreuungseinrichtung wohnte, gefunden worden. Da die Polizei eine Fremdeinwirkung ausschließt, wurde keine Obduktion angeordnet.

Ob der junge 21-Jährige mit iranischer Staatsangehörigkeit schwimmen konnte, bleibt im Unklaren. Laut Kopp sei es sehr wahrscheinlich, dass er ertrunken sei. „Bei diesen kalten Wassertemperaturen ist es auch für gute Schwimmer sehr gefährlich ins Wasser zu gehen. Da kann es zu Krämpfen kommen, und dann kann man sich nicht mehr bewegen. Der Tod durch Ertrinken ist dann nicht auszuschließen.“ Was genau sich am Montagabend im Bereich des Neckars in Esslingen abgespielt hat, bleibt laut der Polizei auch nach dem weitgehenden Abschluss der Ermittlungen weiterhin offen.