Nils Politt feierte mit seinem Etappensieg bei der Frankreich-Rundfahrt den größten Erfolg seiner Karriere. Vor ihm haben schon etliche andere Deutsche bei der Tour abgeräumt – an der Spitze stehen drei Sprinter.

Nimes/Stuttgart - Freudestrahlend ließ Nils Politt die Korken knallen - und seine Teamkollegen bei Bora-hansgrohe feierten den 27-Jährigen lautstark. Im Anschluss an den Tour-Etappensieg von Politt hat der deutsche Rennstall mit einigen Flaschen Sekt auf den unerwarteten Triumph von Nimes angestoßen, wie Videobilder des Teams vom Freitagmorgen zeigten. Politt hatte sich am Donnerstag mit einer beherzten Soloattacke aus einer Ausreißergruppe heraus durchgesetzt und damit auch die Erfolglosigkeit der deutschen Radprofis bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt beendet.

Politt war nach dem größten Sieg seiner bisherigen Karriere zwar hochzufrieden, doch zufrieden geben wird er sich damit nicht. Das nächste Ziel hat er sich bereits gesteckt. Im Oktober will er beim Kopfsteinpflaster-Klassiker Paris-Roubaix um den Sieg mitfahren, bei dem er 2019 schon Zweiter war. „Das ist definitiv auf meiner Liste“, sagte Nils Politt. „Der zweite Platz war schön, aber der Etappensieg bei der Tour toppt das. Nun will ich weiter auf der Welle reiten und habe als Ziel im Oktober Roubaix.“

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Der Klassiker im Norden Frankreichs war 2020 aufgrund der Coronapandemie ausgefallen und in diesem Jahr vom traditionellen Termin im April auf den 3. Oktober verlegt worden. Politt dürfte dort als Kapitän des deutschen Teams Bora-hansgrohe ins Rennen gehen.

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Der erste Tour-Etappensieg des Kölners rief natürlich auch in Erinnerung, dass deutsche Radprofis bei der Frankreich-Rundfahrt zuvor schon 90 Teilstücke für sich entschieden hatten. Die meisten Siege holten drei bekannte Sprinter. Die acht erfolgreichsten deutschen Etappenjäger bei der Tour de France haben wir für Sie in unserer Bildergalerie zusammengefasst.

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